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Generalzolldirektion in Bonn ersetzt bisherige Mittelbehördenebene

„Das unsichtbare Recht“

Pünktlich zum Jahresbeginn 2016 präsentiert sich der Zoll mit einer neuen Struktur. Zum 01.01.2016 wurde in Bonn die Generalzolldirektion (GZD) als neue Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen gegründet, wie das Ministerium am 29.12.2015 vorab mitteilte. Ziel der Reform sei ein noch besserer Service für Bürger und Wirtschaft. Die GZD übernehme die operative Steuerung der Zollverwaltung, die bisherige Mittelbehördenebene falle weg. Entscheidungen sollen so schneller die Ortsebene erreichen.

Neue Bundesoberbehörde mit 39.000 Beschäftigten

In der GZD werden laut Mitteilung die Aufgaben der bisherigen Mittelbehörden der Zollverwaltung sowie die nicht zum unmittelbaren ministeriellen Kernbereich gehörenden Aufgaben der Zollabteilung des Ministeriums zusammengeführt. Die neue Bundesoberbehörde übernimmt die Steuerung der Zollverwaltung mit ihren insgesamt 39.000 Beschäftigten. Ihr Chef wird Uwe Schröder. Er leitete bisher die Unterabteilung "Finanzbeziehungen zu den Ländern und Gemeinden; Staats- und Verfassungsrecht“ im Bundesfinanzministerium.

Neben Bonn weitere Dienstsitze

Die GZD wird aus neun Direktionen bestehen. Dazu zählt laut Mitteilung das Zollkriminalamt, dessen Status im Verbund der Sicherheitsbehörden erhalten bleibt. Auch das Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung wird mit seinem Fachbereich Finanzen als Hochschule des Bundes fortgeführt. Hauptsitz der neuen Behörde ist Bonn. Daneben unterhält die GZD weitere Dienstsitze, unter anderem an den Standorten der bisherigen Mittelbehörden in Hamburg, Potsdam, Köln, Neustadt an der Weinstraße, Nürnberg und Münster.