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Verfassungsrechtler

Zuwanderern sollte Wechsel zu unauffälligem Namen ermöglicht werden

Leitplanken für KI-unterstützte Justiz

Der frühere Präsident des nordrhein-westfälischen Verfassungsgerichtshofs Michael Bertrams will Einwanderern in Deutschland den Wechsel zu einem weniger auffälligen Namen erleichtern. Wenn Familien mit ausländischen Wurzeln ihren fremd klingenden Namen ändern wollten, um so Diskriminierungen zu verhindern, sollten Verwaltungen und Gerichte das als "wichtigen Grund" akzeptieren, schreibt er am 28.07.2015 im "Kölner Stadt-Anzeiger".

VG untersagte türkisch-deutscher Familie den Namenswechsel

Hintergrund ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Braunschweig, das einer türkisch-deutschen Familie den Namenswechsel mit der Begründung untersagt hatte, ein ausländischer Familienname allein rechtfertige eine Änderung nicht. Es müsse eine schwerwiegende Beeinträchtigung nachgewiesen werden. Diese Entscheidung greife zu kurz, kritisiert Bertrams. So träfen etwa türkische Namen "im wirtschaftlichen und sozialen Leben in Deutschland nach wie vor auf erhebliche Vorurteile".