Sportjournalistin erhält 55 Millionen Dollar Schmerzensgeld für Nacktvideo im Internet

Zitiervorschlag
Sportjournalistin erhält 55 Millionen Dollar Schmerzensgeld für Nacktvideo im Internet. beck-aktuell, 08.03.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/179586)
Ein US-Gericht hat einer Sportjournalistin wegen eines heimlich aufgenommenen Nacktvideos ein Schmerzensgeld von 55 Millionen Dollar (50 Millionen Euro) zugesprochen. Am 07.03.2016 urteilte eine Jury im US-Bundesstaat Tennessee, dass der Täter und das Hotel, in dem das Video aufgenommen wurde, Schadenersatz zahlen müssten. Dies berichtete die Zeitung “The Tennessean“.
Stalker stellte Gucklochaufnahme ins Internet
Erin Andrews war 2008 von einem Stalker durch ein Guckloch in ihrem Hotelzimmer nackt gefilmt worden. Der später wegen Stalkings verurteilte Mann stellte das Video ins Internet. Die Jury befand den Stalker zu 51% für schuldig, das Hotel zu 49%. Andrews hatte den Mann und die Betreiber des Hotels in Nashville auf 75 Millionen Dollar verklagt.
Experten: Warnung an Hotels
“Die Unterstützung, die ich von Opfern in aller Welt erhalten habe, ehrt mich“, schrieb Andrews nach der Urteilsverkündung auf Twitter. Nach Expertenansicht ist das Urteil eine Warnung an Hotels, die Sicherheit ihrer Gäste nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, schrieb “The Tennessean“. Ob die Beschuldigten Berufung gegen das Urteil einlegen wollen, war noch nicht bekannt.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Sportjournalistin erhält 55 Millionen Dollar Schmerzensgeld für Nacktvideo im Internet. beck-aktuell, 08.03.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/179586)



