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Polen

Ghettokämpfer Simcha Rotem verliert Prozess um veröffentlichte Liebesbriefe

Rentenrebellen

Der ehemaliger Ghettokämpfer Simcha Rotem hat am 02.09.2015 einen Prozess um die Veröffentlichung von Liebesbriefen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges verloren. Die Romanze im Warschauer Ghetto zwischen ihm und der Untergrund-Kurierin Irena Gelblum war durch eine Buchveröffentlichung bekanntgeworden. Rotem, der seit Jahrzehnten in Israel lebt, klagte vor dem Warschauer Bezirksgericht, weil er seine Persönlichkeitsrechte verletzt sah.

Nach Gelblums Tod berichtet Buch über Liebesbeziehung

Gelblum war nach 1968 aus Polen emigriert und hatte die Identität einer italienischen Dichterin namens Irena Conti di Mauro angenommen. Der Autor Remigiusz Grzela veröffentlichte nach ihrem Tod im Jahr 2009 ein Buch über ihr Leben und zitierte darin auch aus den Liebesbriefen Rotems - ohne dessen Wissen und Einwilligung.

Gericht: Einwilligung nicht notwendig

Das Gericht entschied gegen den ehemaligen Widerstandskämpfer, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP. Nach Einschätzung des Gerichts war keine Einwilligung Rotems notwendig, da bereits Gelblums Tochter die Erlaubnis zur Veröffentlichung der an ihre Mutter adressierten Briefe erteilt hatte. Rotems Anwalt kündigte Einspruch gegen das Urteil an, da er das Briefgeheimnis verletzt sieht.