Sechseinhalb Jahre Haft für Messerangriff auf Schwiegermutter

Zitiervorschlag
Sechseinhalb Jahre Haft für Messerangriff auf Schwiegermutter. beck-aktuell, 25.08.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/171276)
Nach einem Messerangriff auf seine Schwiegermutter ist ein 29 Jahre alter Mann im bayerischen Memmingen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht verhängte die Strafe am 25.08.2016 wegen gefährlicher Körperverletzung. Von einer "fürchterlichen Bluttat" und einem "brutalen Vorgehen" sprach die Vorsitzende Richterin in ihrer Urteilsverkündung.
Strafbefreiend vom versuchten Mord zurückgetreten
Der Notruf des Angeklagten unmittelbar nach der Tat im Haus der Schwiegereltern in der kleinen Gemeinde Ellzee habe aber das Leben der damals 54-jährigen Frau gerettet. Damit sei er strafbefreiend vom versuchten Mord zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft hatte für den jungen Vater eine Strafe von sieben Jahren und zwei Monaten Haft wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt.
Schwiegermutter für Scheitern der Ehe verantwortlich gemacht
Der Mann hatte die Schwiegermutter für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich gemacht. Kurz vor dem Angriff im Oktober hatten sich die jungen Eheleuten gestritten. Die Frau verließ danach die gemeinsame Wohnung in Blaustein (Baden-Württemberg) und ging mit den beiden Kindern zu ihren Eltern. Dort tauchte der Angeklagte noch am selben Tag auf, um seine Kinder nach Hause zu holen. Als sich seine Schwiegermutter ihm in den Weg stellte, stach er mehrmals zu. Der 29-Jährige musste sich zum zweiten Mal für die Tat vor Gericht verantworten. Im Juni war der Prozess wegen Befangenheit einer Schöffin geplatzt. Sie hatte Kontakt zum Umfeld des Opfers.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
- LG Memmingen
- Urteil vom 25.08.2016
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Sechseinhalb Jahre Haft für Messerangriff auf Schwiegermutter. beck-aktuell, 25.08.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/171276)



