Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt
LG Landshut

Tödlicher Streit unter Flüchtlingen – Lebenslange Haft wegen Mordes

Parken in Pink

Für tödliche Messerstiche in einer Flüchtlingsunterkunft in Oberbayern muss ein 38-Jähriger aus Somalia mit einer lebenslangen Haft büßen. Das Landgericht Landshut verurteilte den Mann am 10.08.2016 wegen Mordes. Hintergrund waren wochenlange Streitigkeiten zwischen den Zimmergenossen um das Verschließen der Zimmertür in der Nacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

21 Stich- und Schnittverletzungen

Der Tötungsvorsatz und das Mordmerkmal der Heimtücke stünden ohne Zweifel fest, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Der Angeklagte habe das Klappmesser vor der Attacke zunächst in der Hand verborgen gehalten, dann schnell aufgeklappt und unmittelbar zugestochen. Insgesamt hatte das 20 Jahre alte Opfer aus dem Senegal in der Unterkunft in Dorfen 21 Stich- und Schnittverletzungen erlitten und war noch am Tatort gestorben.