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LG Frankfurt am Main

Zweieinhalb Jahre Haft für Bombenbauer aus Oberursel

Codiertes Recht

Aus Angst vor ihm ist 2015 in Frankfurt am Main ein großes Radrennen abgesagt worden – nun ist der Bombenbauer Halil D. zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt am Main befand den Mann aus Oberursel am 04.07.2016 nur der Urkundenfälschung und des verbotenen Waffen- und Sprengstoffbesitzes für schuldig (Az.: 6140 Js 214340/15). Den Hauptvorwurf der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hatte das Gericht bereits zuvor fallen gelassen.

LG blieb knapp unter Antrag der Staatsanwaltschaft

Der türkischstämmige 36-Jährige soll nach Ermittlererkenntnissen Kontakte in die salafistische Szene gehabt haben, wirkte im Prozess aber auch verwirrt. Das Gericht blieb mit seinem Urteil knapp unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre und neun Monate gefordert hatte. Der Verteidiger hatte dagegen auf 14 Monate zur Bewährung plädiert, die mit der Untersuchungshaft bereits verbüßt wären.

Rohrbombenfund im Keller des Angeklagten

Im Keller des Angeklagten war im Frühjahr 2015 außer verschiedenen Waffen eine funktionsfähige Rohrbombe gefunden worden. Das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" wurde kurzfristig abgesagt, weil angenommen worden war, dass er zuvor die Strecke ausgespäht hatte.