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Kalifornien

Freispruch nach 16 Jahren dank DNA-Test

Revitalisierte VwGO

Ein zu Unrecht wegen eines Sexualverbrechens verurteilter Mann ist nach 16 Jahren Haft in Los Angeles dank eines DNA-Tests freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft sei sich seiner Schuld nicht mehr sicher, heißt es in einem Schreiben vom 23.11.2015, über das die "Los Angeles Times" unter Berufung auf die Polizei am 24.11.2015 berichtete. Der 46-jährige Mann war 1999 wegen sexueller Übergriffe sowie versuchter Vergewaltigung in drei Fällen zu 55 Jahren Haft verurteilt worden.

Zweifel an Schuld des "Tränenvergewaltigers"

Die Opfer hatten ihn vor Gericht als den Täter identifiziert. Ihre Angaben über ein Tränen-Tattoo unter seinem Auge, weshalb auch vom "Tränenvergewaltiger" die Rede war, ließen aber Zweifel an seiner Schuld aufkommen. Als Mitarbeiter eines Bagel-Shops hatte er zudem Alibis, die er im Prozess aber nicht ausreichend belegen konnte. Der "Tränenvergewaltiger" soll in Los Angeles mindestens 39 Sexualverbrechen begangen haben, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf die Polizei.

Mann hatte jahrelang seine Unschuld beteuert

Nachdem der Mann jahrelang seine Unschuld beteuert hatte, beantragte er 2012 erfolgreich eine DNA-Untersuchung der Kleidung eines der drei Opfer. Die neue Beweislage deute ohne Zweifel auf seine Unschuld hin, schrieb Staatsanwältin Jackie Lacey. Die bei der Analyse genutzten DNA-Testmethoden seien bei seiner Verurteilung noch nicht verfügbar gewesen. Der 46-Jährige bleibt aber vorerst in Gewahrsam, weil der Aufenthaltsstatus des Mexikaners noch geprüft werden muss.