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Israels Ex-Regierungschef Olmert muss länger in Haft

Ein Etappenziel ist erreicht

Der wegen Korruption verurteilte Ex-Regierungschef von Israel, Ehud Olmert, muss länger in Haft als zunächst angenommen. Statt 18 Monaten seien es nun 19 Monate, weil sich zwei Strafen nur in geringerem Maß als zunächst entschieden verrechnen ließen, berichtete die Nachrichtenseite ynetnews am 10.02.2016. Seine Haftstrafe soll Olmert am 15.02.2016 antreten.

Verrechnung mit weiterem Delikt nur teilweise möglich

Der 70-Jährige soll versucht haben, eine Zeugin von einer Aussage gegen ihn abzuhalten. Ein Gericht hatte ihn dafür zu sechs Monaten Haft verurteilt. Die Strafe sollte zunächst als Teil einer Einigung mit den 18 Monaten Haft verrechnet werden. Nun entschied ein Richter jedoch, dass dies nur teilweise möglich ist. Olmert muss zudem umgerechnet 12.000 Euro Strafe zahlen.

Olmert nahm Bestechungsgelder an

Das Höchste Gericht hatte bereits im Dezember 2015 entschieden, dass Olmert wegen Korruption am 15.02.2016 eine 18-monatige Haftstrafe antreten muss. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Olmert während seiner Zeit als Handelsminister vor mehr als zehn Jahren von einem Geschäftsmann Bestechungsgelder in Höhe von 60.000 Schekel (14.000 Euro) angenommen hatte. Mit dem erhaltenen Geld habe Olmert dann Schulden eines Wahlkampfs beglichen.