Haftstrafe für Autoknacken durch Funkschlüsselmanipulation

Zitiervorschlag
Haftstrafe für Autoknacken durch Funkschlüsselmanipulation. beck-aktuell, 11.10.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/169176)
Mit technischem Know-how stahlen professionelle Autodiebe zahlreiche Fahrzeuge - das Landgericht Detmold hat jetzt ein 28-jähriges Mitglied der Autoknackerbande zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Nachdem der Angeklagte mehrere Taten gestanden hatte, gingen die Richter davon aus, dass er und mindestens zwei unbekannte Mittäter im Frühjahr reihenweise Autos stahlen.
Täter verstärkten Funksignale der elektronischen Schließtechnik
Die Gruppe nutzte dabei moderne Schließtechnik mit Funkschlössern aus, um an die Autos zu kommen. Bei der Technik öffnet sich das Auto, wenn der Besitzer mit seinem Funkschlüssel nicht mehr als rund einen Meter entfernt ist und gleichzeitig ein Knopf am Türgriff gedrückt wird. Den Autodieben gelang es mit professionellem Werkzeug, die Funksignale des digitalen Schlüssels zu verstärken, wenn dieser in den Wohnungen der Autobesitzer lag. So ließen sich die Fahrzeuge öffnen und starten, obwohl der Funkschlüssel nicht in greifbarer Nähe war.
Schaden geht in Millionenhöhe
Angeklagt war der 28-Jährige wegen des bandenmäßiges Diebstahls von 21 Autos der Oberklasse, die zwischen Februar und April verschwunden sind und in Osteuropa weiterverkauft wurden. Zugeschlagen hatte die Bande in Ostwestfalen, im Sauerland, im Taunus und in der Nähe von Wetzlar. Insgesamt gingen die Ermittler von Autos im Wert von fast 1,3 Millionen Euro aus. Der 28-Jährige wurde im April in einem gestohlenen Auto an der deutsch-polnischen Grenze festgenommen.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Haftstrafe für Autoknacken durch Funkschlüsselmanipulation. beck-aktuell, 11.10.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/169176)



