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Ägypten

Berufungsgericht ordnet Wiederaufnahme von Verfahren gegen Mubarak an

Schüler entlasten Jugendrichter

Das oberste Berufungsgericht Ägyptens hat die Wiederaufnahme eines Verfahrens gegen den ehemaligen Langzeitmachthaber Husni Mubarak angeordnet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 87-Jährigen vor, als Oberkommandierender der Sicherheitskräfte Anfang 2011 für den gewaltsamen Tod von Hunderten Demonstranten verantwortlich gewesen zu sein. Ein Gericht hatte die Anklage im November 2014 zunächst fallengelassen.

Anklage in erstem Prozess fallengelassen

Der Start der Verhandlungen sei für den 05.11.2015 angesetzt, berichtete die staatliche Zeitung «Al-Ahram» am 04.06.2015 online. Das dann gefällte Urteil sei bindend. Während der Massenproteste gegen das Mubarak-Regime im Januar und Februar 2011 hatten Spezialeinsatzkräfte und bewaffnete Mobs immer wieder Demonstranten angegriffen. Dabei kamen mehr als 800 Menschen ums Leben. Mubarak wurde schließlich am 11.02.2011 zum Rücktritt gezwungen. Seitdem verbrachte der Ex-General die meiste Zeit in einem Armeekrankenhaus in Kairo. In einem ersten Prozess war Mubarak 2012 wegen der Tötung von Demonstranten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht hob das Urteil jedoch auf und ordnete ein neues Verfahren an. Während jener Verhandlung ließ das Gericht die Anklage fallen.