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AG Kiel

"Falsche“ Lehrerin wegen Betrugs zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt

Produkthaftung 2026

Eine falsche Lehrerin, die in mehreren Bundesländern jahrelang mit gefälschten Zeugnissen unterrichtet hatte, ist vom Amtsgericht Kiel wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Frau hatte ihr in der DDR erhaltenes Lehrer-Diplom gefälscht, um als Lehrerin arbeiten zu können.

Hohe kriminielle Energie

In den folgenden Jahren hatte die Frau dann laut Gericht immer wieder Urkunden mit Abschlüssen gefälscht, die sie nie erhalten hat, um weiter in dem Beruf tätig sein zu können. Sowohl Verteidigung als auch Staatsanwalt hatten Bewährungsstrafen gefordert. Die Richterin bescheinigte der 50-Jährigen eine hohe kriminelle Energie. Sie war zunächst in Mecklenburg-Vorpommern tätig, später in Brandenburg, Berlin, Schleswig-Holstein und wieder in Mecklenburg-Vorpommern. Immer wenn ihre Tätigkeit aufzufliegen drohte, wechselte sie die Schule oder das Bundesland. Erst 2013 flog sie endgültig auf.