14 Monate Haft auf Bewährung für Blockupy-Aktivisten nach Steinwürfen auf Polizei

Zitiervorschlag
14 Monate Haft auf Bewährung für Blockupy-Aktivisten nach Steinwürfen auf Polizei. beck-aktuell, 05.06.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/192726)
Zweieinhalb Monate nach den schweren Krawallen zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat das Amtsgericht Frankfurt am Main einen 23-jährigen Italiener zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Mann hatte einen Polizisten mit einem Stein beworfen und verletzt. Ihm wurde deshalb schwerer Landfriedensbruch und versuchte schwere Körperverletzung vorgeworfen.
Geständnis wirkte strafmildernd
Zu Beginn der Verhandlung hatte der Angeklagte gestanden, zwei Steine geworfen zu haben. Das Gericht wertete dieses Geständnis zwar als strafmildernd. Durch Zeugenaussagen sei aber bewiesen worden, dass er insgesamt fünf Steine geworfen habe, sagte die Richterin.
Bislang einziges Strafverfahren nach Krawallen
Der Prozess fand unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt. Etwa 50 Sympathisanten des 23-Jährigen hatten vor dem Gericht für seine Freilassung demonstriert. Er ist bislang der einzige Aktivist des kapitalismuskritischen Blockupy-Bündnisses, gegen den nach den Krawallen vom 18.03.2015 Anklage erhoben worden war.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
- AG Frankfurt a. M.
- Urteil vom 03.06.2015
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14 Monate Haft auf Bewährung für Blockupy-Aktivisten nach Steinwürfen auf Polizei. beck-aktuell, 05.06.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/192726)



