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Ministerpräsident unter Druck

Mario Voigt klagt gegen Entzug seines Doktortitels

Orangefarbene Formen auf weißem Hintergrund

Thüringens Ministerpräsident steht wegen seiner Dissertation aus dem Jahr 2008 unter Druck. Wegen Unstimmigkeiten hat die TU Chemnitz ihm den Doktorgrad entzogen. Aufgeben will Voigt aber nicht.

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat Klage gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität (TU) Chemnitz eingereicht. Die Klage sei am Freitag eingegangen, teilte das VG Chemnitz mit. Einen Termin für eine Verhandlung gibt es noch nicht.

Voigt steht seit Monaten wegen der Sache unter Druck. Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass die TU Chemnitz nach einer langwierigen Prüfung entschieden hat, Voigt die Doktorwürde abzuerkennen. Dem CDU-Politiker wird vorgeworfen, in seiner Dissertation mit dem Titel "Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry" aus dem Jahr 2008 unsauber gearbeitet zu haben.

"Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf - insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit", erklärte der Anwalt von Voigt. Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein "externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat".