US-Pharmaunternehmer Shkreli muss nach Clinton-Posting in Haft

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US-Pharmaunternehmer Shkreli muss nach Clinton-Posting in Haft. beck-aktuell, 15.09.2017 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/152076)
Der umstrittene US-Pharmaunternehmer Martin Shkreli muss ins Gefängnis, weil er Hillary Clinton ein Haar ausreißen lassen wollte. Nachdem er wegen eines Betrugsfalls schon schuldig gesprochen worden war, habe ein Richter wegen der neuerlichen Verurteilung nun seine Freilassung gegen Kaution aufgehoben, berichteten US-Medien am 13.09.2017.
Aufruf zu einem tätlichen Angriff
Shkreli habe über Facebook dazu aufgerufen, der früheren demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Clinton während ihrer Buchvorstellungstour ein Haar auszureißen. Er habe dafür 5.000 US-Dollar (rund 4.250 Euro) Belohnung geboten. Der Richter Kiyo Matsum stufte dies als Aufruf zu einem tätlichen Angriff ein.
Shkreli hatte Preis eines Medikaments schlagartig verteuert
Shkreli war Anfang August wegen Wertpapierbetrugs schuldig gesprochen worden. Die US-Behörden hatten dem 34-Jährigen vorgeworfen, Investoren an der Nase herumgeführt und ihre Mittel zweckentfremdet zu haben. Bekannt geworden war der Mann 2015, als seine Firma Turing Pharmaceuticals den Preis eines lebensrettenden Medikaments schlagartig um ein Vielfaches verteuert hatte. Die Empörung war seinerzeit riesig, Medien bezeichneten Shkreli als "meistgehassten Mann Amerikas". In seinem später gelöschten Post schrieb er laut US-Medien, er wolle mit den Haaren DNA-Sequenzen Clintons abgleichen.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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US-Pharmaunternehmer Shkreli muss nach Clinton-Posting in Haft. beck-aktuell, 15.09.2017 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/152076)



