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Ärger um Glücksspiel

Rapper Capital Bra soll 250.000 Euro zahlen

Ein Portrait des Rappers Capital Bra vor einer Werbewand der „Bild“-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“.
Capital Bra beim Sommerfest der "Bild"-Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder". © picture alliance/dpa | Carsten Koall

Wegen Werbung für verbotenes Glücksspiel soll der Rapper Capital Bra ein hohes Zwangsgeld zahlen. Der Musiker zog vor Gericht. Worum geht es genau?

Rapper Capital Bra hat sich im Streit mit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zunächst erfolglos gegen ein Zwangsgeld von 250.000 Euro gewehrt. Das VG Berlin hat es im Eilverfahren abgelehnt, die Vollstreckung der Zahlung auszusetzen, wie eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Fall berichtet.

Die Glücksspielbehörde hatte im April öffentlich gemacht, dass sie wegen Werbung für illegales Glücksspiel gegen Capital Bra, bürgerlich Vladyslav Balovatsky, ermittelt und ein Zwangsgeld von 250.000 Euro festgesetzt hat. Ein entsprechender Bescheid wurde dem Rapper nach Angaben der Behörde im April in Wiesbaden bei einem Club-Konzert durch die Polizei zugestellt.

Musiker wehrte sich vor Gericht gegen Zwangsgeld

Zuvor hatte die GGL nach eigenen Angaben bereits im Oktober 2025 ein Verfahren gegen den Musiker eingeleitet. Nachdem er weder auf eine Anhörung noch auf eine Untersagungsverfügung reagiert habe, sei das Zwangsgeld festgesetzt worden.

Dagegen zog der Musiker vor Gericht. Mit dem Eilverfahren wollte er eine sofortige Zahlung verhindern, bis der Fall im Hauptsacheverfahren grundsätzlich geklärt ist. Nach der aktuellen Gerichtsentscheidung sind jedoch laut dpa "Fristen verstrichen", sodass die Zahlung fällig ist. Capital Bra könnte dagegen noch Beschwerde in der nächsthöheren Instanz einlegen. Wann über die Klage selbst entschieden wird, ist nach Angaben der Gerichtssprecherin noch offen.

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Anwalt weist Vorwurf der Glücksspielwerbung zurück

Die Glücksspielbehörde wirft Capital Bra vor, auf seinen Social-Media-Kanälen wiederholt Inhalte veröffentlicht zu haben, in denen er illegales Online-Glücksspiel spielt und bewirbt. "Nach Erkenntnissen der GGL filmte sich der Rapper dabei, wie er an unerlaubten Online-Glücksspielangeboten teilnimmt, und verbreitete diese Aufnahmen in Livestreams und stellte sie auf seinen Kanälen auch als Videos zur Verfügung", so die Behörde.

Der Anwalt von Capital Bra, Nik Sarafi, hält die Bescheide der Glücksspielbehörde für rechtswidrig und verweist auf EU-Recht, wie die Bild-Zeitung schreibt. "Unser Mandant betreibt gegenwärtig keine Glücksspielwerbung und plant auch keine entsprechenden Werbepartnerschaften", zitiert die Zeitung den Juristen weiter.

Die Klage gegen die GGL landete zunächst beim VG Halle. Das Gericht erklärte sich jedoch für unzuständig und leitete das Verfahren an das VG Berlin weiter, der Rapper ist in der Hauptstadt gemeldet.