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Nordrhein-Westfalen erhält brisante Steuerdaten ohne Geldzahlung

Anbieter trickst sich selbst aus

Rentenrebellen

Ohne Gegenleistung hat das Land Nordrhein-Westfalen eine große Datensammlung über mögliche Schwarzgeldkonten in Luxemburg in die Hände bekommen, berichtet der «Focus» in seiner neuen Ausgabe. Der Anbieter habe für die 54.000 Datensätze zu etwaigen Steuerhinterziehern eigentlich vier Millionen Euro haben wollen, doch erhalten habe er nichts. Nicht bedacht hatte er bei seinem Vorgehen danach den Informationsaustausch zwischen Frankreich und Deutschland.

Informationsaustausch zwischen Frankreich und Deutschland durchkreuzt Plan des Anbieters

Der Fallstrick des Anbieters war laut Bericht der Informationsaustausch zwischen Frankreich und Deutschland. Der Anbieter habe die jeweiligen Datensätze geteilt und die Fragmente der Steuerfahndung überlassen, um seine Glaubwürdigkeit zu demonstrieren. Die jeweils andere Hälfte habe der Informant den französischen Behörden angeboten. Doch die hätten die deutsche Seite eingeschaltet und den zweiten Teil der Liste übersandt. Bei der für Nordrhein-Westfalen zuständigen Steuerfahndung in Wuppertal seien die Daten dann wieder zusammengefügt worden - der Informant ging leer aus. Das nordrhein-westfälische Finanzministerium wollte den Bericht am 06.11.2015 allerdings nicht kommentieren.