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Illegale Preisabsprachen

BKartA verhängt Bußgelder gegen Fertiggaragen-Hersteller

Vollzeit mit der Brechstange?

Das Bundeskartellamt hat gegen zehn Hersteller von Fertiggaragen Bußgelder in Höhe von insgesamt 11 Millionen Euro wegen illegaler Preisabsprachen verhängt. Dies hat die Behörde am 16.06.2015 mitgeteilt.

Absprache von Mindestverkaufspreisen und Zuschlägen

Laut BKartA wurden die Bußgelder zum einen gegen Beteiligte eines süddeutschen Kartells verhängt. Danach trafen sich im süddeutschen Raum von 2005 bis 2012 zahlreiche Unternehmensvertreter mehrfach jährlich, um wiederholt neue Mindestverkaufspreise für gängige Standardgrößen von Betonfertiggaragen sowie verschiedene Zuschläge für anfallende Maut-, Energie- und Stahlkosten zu vereinbaren. Darüber hinaus wurde ein Unternehmen wegen Preisabsprachen für den Verkauf von Garagen in Norddeutschland mit einem Bußgeld belegt.

Ermittlungen durch Kronzeugenantrag ausgelöst

In Gang gebracht habe die Ermittlungen ein Kronzeugenantrag eines Kartellbeteiligten, so das BKartA. In Anwendung der Bonusregelung sei daher gegen dieses Unternehmen kein Bußgeld verhängt worden. Bei der Bußgeldfestsetzung  sei die umfassende Kooperation der Unternehmen mit dem BKartA berücksichtigt worden. Ferner habe sich bußgeldmindernd ausgewirkt, dass mit allen beteiligten Unternehmen einvernehmliche Verfahrensabschlüsse  erzielt werden konnten. Sämtliche Bußgeldbescheide seien inzwischen rechtskräftig.