Erste Klage im Milliardenstreit um Hypo-Alpe-Altlasten vor Gericht

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Erste Klage im Milliardenstreit um Hypo-Alpe-Altlasten vor Gericht. beck-aktuell, 11.02.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/180891)
Im Milliarden-Streit um Forderungen an die einstige Krisenbank Hypo Alpe Adria hat am 11.02.2016 ein erster Prozess vor dem Landgericht Frankfurt begonnen. Die FMS Wertmanagement, die "Bad Bank" des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE), klagt auf Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 200 Millionen Euro plus Zinsen. Bisher sind in dem Komplex neun Klagen anhängig, die Forderungen summieren sich auf 2,2 Milliarden Euro.
Deutsche Banken und Versicherungen betroffen
Die Regierung in Wien hatte zum 01.03.2015 beschlossen, die Hypo-Alpe-Abwicklungsanstalt Heta abzuwickeln und sämtliche Schuldenzahlungen zu stoppen. Damit griffen Bürgschaften des finanziell angeschlagenen Bundeslandes Kärnten für Heta-Verbindlichkeiten nicht mehr. Deutsche Banken und Versicherungen bangen nach früheren Angaben insgesamt um gut sieben Milliarden Euro.
Gläubiger lehnten Angebot Kärntens ab
Ein Angebot Kärntens, die Milliardenforderungen zu 75% zu bedienen, hatte die "Ad-Hoc-Gruppe" als größte Gläubigergruppe im Januar 2016 umgehend abgelehnt. Zu der Gruppe gehören neben der FMS unter anderen die Commerzbank und der Vermögensverwalter Pimco. Kärnten hatte die riskante Expansion der Hypo Alpe Adria mit Landeshaftungen unterstützt und zuletzt gewarnt, im Fall einer vollständigen Rückzahlung drohe dem Land die Pleite. Die Heta-Anwälte argumentieren, die Heta sei an die österreichischen Gesetze gebunden. Daher seien ihr vom 01.03.2015 bis 31.05.2016 Zahlungen verboten.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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