Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren nimmt Arbeit auf

Zitiervorschlag
Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren nimmt Arbeit auf. beck-aktuell, 30.09.2016 (abgerufen am: 15.04.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/169536)
Die Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren hat am 30.09.2016 ihre Arbeit aufgenommen. Dies hat das Bundesverkehrsministerium mitgeteilt. Das Experten-Gremium wird von dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio geleitet. Die Ethik-Kommission soll Leitlinien für die Programmierung automatisierter Fahrsysteme entwickeln.
Interdisziplinäre Zusammensetzung der Kommission
Die vom Bundesverkehrsministerium eingesetzte Ethik-Kommission setzt sich aus 14 Wissenschaftlern und Experten aus den Fachrichtungen Ethik, Recht und Technik zusammen. Dazu zählen unter anderem Verkehrsexperten, Rechtswissenschaftler, Informatiker, Ingenieure, Philosophen, Theologen, Verbraucherschutz-, Verbands- und Unternehmensvertreter.
Dobrindt: Klare Leitlinien für Algorithmen entwickeln
Die Mobilitätsrevolution durch das automatisierte und vernetzte Fahren erfordere die Entwicklung klarer Leitlinien für Algorithmen, so Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Zwei Grundsätze müssten dabei klar sein: Sachschaden gehe immer vor Personenschaden. Und es dürfe keine Klassifizierung von Personen geben, etwa nach Größe oder Alter. Di Fabio erklärte, automatisierte Fahrsysteme müssten sich in eine Rechtsordnung einfügen, die den Menschen in seiner körperlichen Integrität und als selbstbestimmte Persönlichkeit in den Mittelpunkt stelle.
- Redaktion beck-aktuell
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Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren nimmt Arbeit auf. beck-aktuell, 30.09.2016 (abgerufen am: 15.04.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/169536)



