Andrew geht gegen Durchsuchungen vor

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Andrew geht gegen Durchsuchungen vor. beck-aktuell, 07.10.2026 (abgerufen am: 08.10.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/207296)
Der frühere Prinz Andrew lässt die Durchsuchungsbeschlüsse für zwei seiner Wohnsitze gerichtlich überprüfen. Wie NPR berichtet, steht für Donnerstag eine Anhörung an. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt.
Waren die Durchsuchungen seiner Wohnsitze rechtmäßig? Diese Frage will Andrew Mountbatten-Windsor, der frühere Prinz Andrew, vor dem High Court in London klären lassen. Er geht gegen die Beschlüsse vor, die der Polizei im Februar Zugang zu zwei seiner Häuser ermöglichten. Das berichtet NPR unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Associated Press. Eine Justizsprecherin beziehungsweise ein Justizsprecher bestätigte demnach das Verfahren; für den morgigen Donnerstag ist eine Anhörung angesetzt.
Die Durchsuchungen betrafen Wohnsitze nahe Windsor Castle und auf dem Sandringham-Anwesen von König Charles III. Hintergrund sind Ermittlungen der Thames Valley Police zu Andrews Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der Verdacht: Andrew soll während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben. Die Polizei ermittelt deshalb wegen möglichen Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt.
Im Februar wurde Andrew im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen festgenommen. Nach elf Stunden Befragung kam er wieder frei, blieb aber Gegenstand der Ermittlungen. Eine Anklage wurde laut dem NPR-Bericht nicht erhoben; eingestellt waren die Ermittlungen damit ebenfalls nicht.
Ermittlungen laufen weiter
Die Thames Valley Police bestätigte am Montag, dass sie an einem gerichtlichen Verfahren über die Durchsuchungsbeschlüsse beteiligt sei. Zugleich teilte sie mit, dass ihre Ermittlungen fortdauerten. Weitere Angaben wollte ein Polizeisprecher mit Verweis auf das laufende Gerichtsverfahren nicht machen. Was Andrew den Durchsuchungsbeschlüssen im Einzelnen entgegenhält, geht aus dem NPR-Bericht nicht hervor.
Die Vorwürfe wurden bekannt, nachdem das US-Justizministerium Millionen Seiten aus seinen Ermittlungen zum Sexhandel Epsteins und dessen Kontakten veröffentlicht hatte. Andrews Beziehung zu Epstein hatte bereits 2019 dazu geführt, dass er seine royalen Aufgaben aufgab. Im vergangenen Jahr entzog Charles seinem jüngeren Bruder auch den Prinzentitel.
Nach Andrews Festnahme erklärte der König, das Recht müsse seinen Lauf nehmen. Gegenstand des nun anstehenden Verfahrens sind zunächst die angegriffenen Durchsuchungsbeschlüsse – nicht die Entscheidung darüber, ob sich die gegen Andrew erhobenen Vorwürfe bestätigen.
- Redaktion beck-aktuell, js
- dpa
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Andrew geht gegen Durchsuchungen vor. beck-aktuell, 07.10.2026 (abgerufen am: 08.10.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/207296)



