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Ägypten

Militärgericht verhängt acht Todesurteile

Berufe mit Haltung

In einem Prozess gegen mutmaßliche Anhänger der Muslimbrüder hat ein Militärgericht in Kairo/Ägypten acht Angeklagte zum Tode wegen der Verschwörung zu Gewalt und zu Anschlägen verurteilt. Zudem wurden in dem Prozess am 29.05.2016 weitere 18 Beschuldigte zu teils langen Haftstrafen verurteilt. Die Verurteilten können noch in Berufung gehen. Amnesty International kritisierte die Urteile als Unrecht, auch weil die Angeklagten gefoltert worden seien, wie Amnesty-Mitarbeiterin Magdalena Mugrabi-Talhami im Anschluss an das Urteil sagte.

Al-Sisis hartes Vorgehen gegen die Muslimbrüder

Seit der Entmachtung der Islamisten 2013 durch das ägyptische Militär unter dem jetzigen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi werden die Muslimbrüder als Terroristen verfolgt - egal ob moderat oder radikal eingestellt. Ägyptische Menschenrechtler sprechen von Zehntausenden Regimegegnern, die weggesperrt, angeklagt oder verurteilt wurden. Immer wieder gibt es in dem Land Anschläge auf Sicherheitskräfte, für die Islamisten verantwortlich gemacht werden.