Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt

Verdachtsberichterstattung

Mehr Artikel zu diesem Tag

Bericht über versenkte Steuermittel in Wohnungslosenunterkunft zulässig
Öffentliches Interesse

Bericht über versenkte Steuermittel in Wohnungslosenunterkunft zulässig

Ein Bericht über eine Wohnungslosenunterkunft legte nahe, dass der Betreiber Sozialgelder für nicht (mehr) vorhandene Bewohner einstrich. Das beruhte auf wahren Tatsachen und durfte der kritischen Öffentlichkeit berichtet werden, so das LG Berlin II.

Mitangeklagter Familienanwalt musste nicht verpixelt werden
Block-Prozess

Mitangeklagter Familienanwalt musste nicht verpixelt werden

In einem Paywall-Artikel über den "Block-Prozess" veröffentlichte eine Tageszeitung ein unverpixeltes Bild des Familienanwalts und Mitangeklagten Andreas Costard. Das LG Berlin II billigte das im Eilverfahren mit Verweis auf das KUG – es handele sich um ein Bildnis der Zeitgeschichte.

Auch Konstantin Wecker hat ein Recht auf Vergessen
"Der Mann und das Mädchen"

Auch Konstantin Wecker hat ein Recht auf Vergessen

Der Musiker Konstantin Wecker kann von der Süddeutschen Zeitung (SZ) verlangen, dass sie nicht über Jahrzehnte zurückliegende, angebliche intime Beziehungen des Künstlers zu Frauen berichtet, die zum Zeitpunkt des Kennenlernens noch minderjährig waren.

Nuancen eines Skandals
Erfolg für Ulmen gegen den Spiegel

Nuancen eines Skandals

Der Spiegel durfte doch nicht den Eindruck erwecken, der Entertainer Christian Ulmen habe Deepfake-Pornos über sein Ex-Frau verbreitet, sagt das OLG Hamburg. Ob das Magazin diesen Vorwurf überhaupt erhoben hatte, ist man sich indes bis heute nicht einig.

Waren es doch Deepfakes?
Ulmen verliert überwiegend gegen Spiegel

Waren es doch Deepfakes?

Der Spiegel gewinnt vor Gericht weitgehend gegen Christian Ulmen und darf weite Teile seiner Berichterstattung aufrechterhalten. Das LG Hamburg meint, das Magazin habe zulässigerweise angedeutet, Ulmen habe Deepfakes über sein Ex-Frau Collien Fernandes verbreitet – obwohl die Redaktion das nach eigener Aussage gar nicht wollte.

Was die Sitzungs(-presse-)polizei verfügt
LG Frankfurt zur Anonymisierung vor Gericht

Was die Sitzungs(-presse-)polizei verfügt

In einem grundsätzlichen Urteil hat die Pressekammer des LG Frankfurt a. M. entschieden, dass die sitzungspolizeiliche Anordnung, mit welcher der Vorsitzende einer Strafkammer verfügt, die Beteiligten in Presseveröffentlichungen zu anonymisieren, für ein späteres presserechtliches Zivilverfahren bindend ist.

Unzulässige Verdachtsbrieferstattung
Öffentliche Untreuevorwürfe gegen Ex-Bürgermeister

Unzulässige Verdachtsbrieferstattung

Das LG Freiburg hat eine einstweilige Verfügung bestätigt, nachdem ein Bürger in einem Leserbrief seinem früheren Bürgermeister Untreue vorgeworfen hatte. Aus Sicht der Kammer müssen bei solchen Publikationen ähnliche Regeln wie für Journalisten gelten.

Wenn die mediale Welle rollt
Berichterstattung im Fall Ulmen

Wenn die mediale Welle rollt

Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes erhebt laut einem Spiegel-Bericht gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen schwere Vorwürfe, andere Medien berichten wiederum darüber. Doch diese Eigendynamik ist gefährlich – für Betroffene und auch Journalisten, warnt Jörn Claßen.

Wer informieren will, muss informiert sein
Exiljournalismus

Wer informieren will, muss informiert sein

Ein vietnamesischer Exiljournalist berichtete von Deutschland aus über einen Megakonzern in seinem Heimatland. Doch auch, wer aus der Ferne berichtet, muss sich um Genauigkeit bemühen – auf Gerüchte durfte er sich nicht berufen, erinnerte ihn das LG Berlin II. 

Freigiebigkeit ist noch kein Kündigungsgrund
Chef dreht frei

Freigiebigkeit ist noch kein Kündigungsgrund

Wegen der Schließung seiner Abteilung soll eine Führungskraft besonders großzügig Elternzeitanträge abgesegnet und vertrauliche Informationen weitergegeben haben. Die fristlose Kündigung hat das LAG Düsseldorf nun gekippt: Es war nicht eindeutig, dass er dem Konzern damit schaden wollte.