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Tierhalterhaftung

Mehr Artikel zu diesem Tag

Keine Tiergefahr, sondern Physik
Sterbendes Pony fällt auf Tierärztin

Keine Tiergefahr, sondern Physik

Ein Pony fiel nach einer tödlichen Injektion auf die Tierärztin, die die Spritze gesetzt hatte. Das Umfallen sei der Schwerkraft geschuldet, eine Tiergefahr habe sich nicht realisiert, erklärte das OLG Frankfurt a.M. Die Eigentümerin des Ponys haftet daher nicht.

Tierische Fälle 2025
Von wegen Kuschelfell und Kulleraugen

Tierische Fälle 2025

Ob einsame Pferde, aggressive Ziegen oder ein Fasan auf Kollisionskurs: Das Tierrecht spannt den Bogen über viele Rechtsgebiete. Auch 2025 bot die Rechtsprechung jede Menge Unterhaltung - und Examensrelevanz. 

Keine Arztkosten für Ziegen-Unfall im Streichelgehege
"Voll aufs Korn genommen"?

Keine Arztkosten für Ziegen-Unfall im Streichelgehege

Kann eine Krankenkasse Behandlungskosten von einem Tierpark einfordern, weil eine Ziege im dortigen Streichelgehege eine Versicherte zu Fall brachte? Nein, sagt das LG Stralsund.

Ich glaub’, mich tritt ein Pferd

Ich glaub’, mich tritt ein Pferd

Wer hätte das gedacht? Nicht nur wir Menschen treten unseren Artgenossen bei passender Gelegenheit gern mal vors Schienbein, auch Pferde sind in dieser Hinsicht kein Deut besser, wie sich einem aktuelleren Urteil des LG Lübeck (v. 19.8.​2025 – 5 O 177/24) entnehmen lässt. Und wie bei uns Menschen stellt sich in solchen Fällen dann auch beim Vierbeiner häufig die Frage, welcher Gaul für die Blessuren des anderen nun einzustehen hat. 

Pflichtverletzung im Pferdestall
Loser Pfosten, hohe Kosten

Pflichtverletzung im Pferdestall

Ein Junghengst stürzt in einem Offenstall auf ein herausragendes Flacheisen und verletzt sich schwer. Das LG Koblenz sieht die Ursache in einer ungesicherten Gefahrenquelle, für die die Stall-Betreiberin haftet. Ihr Einwand, der Vorfall sei nicht vorhersehbar gewesen, half ihr nicht.

Bildveröffentlichung zugestimmt
"Ja, dann machen Sie das doch"

Bildveröffentlichung zugestimmt

Ein Hund beißt einen anderen, der Halter des beißfreudigen Tiers will aber seine Personalien nicht herausgeben. Auf die Drohung, sein Bild zur Identifizierung auf Social Media zu posten, reagiert er salopp. Das wertet das LG Frankenthal als Zustimmung zur Bildveröffentlichung.

Bedauern von Tierärztin ist kein Schuldanerkenntnis
"Tut mir furchtbar leid"

Bedauern von Tierärztin ist kein Schuldanerkenntnis

Ein Hund starb nach einer OP. Die behandelnde Tierärztin sprach der Halterin auf die Mailbox, dass ihr das "furchtbar leid" tue. Vor Gericht war umstritten, ob das ein Schuldanerkenntnis war. Das OLG Dresden sagt nein: Die Ärztin habe lediglich ein Bedauern über den Verlauf geäußert.

Die Woche im Recht, Folge 22
Gerechtigkeit & Loseblatt

Die Woche im Recht, Folge 22

Katzen und Hunde im Jurapodcast, das geht immer, vor allem, wenn der Fall ziemlich sicher examensrelevant wird. Vorher geht's aber natürlich um die Niederlagen der AfD in Karlsruhe, den hessischen Verfassungsschutz und Bonusvereinbarungen im Job. 

Leinen-Sturz durch Tiergefahr
Auch wenn der Hund hört

Leinen-Sturz durch Tiergefahr

Die spezifische Tiergefahr, die sich für eine Halterhaftung realisieren muss, ist ein absoluter Klassiker im juristischen Staatsexamen. Einer solchen Gefahr steht es nicht entgegen, wenn ein Hund auf Kommandos hört, sagt nun der BGH.

Ein Pferd zu teilen kann teuer werden

Ein Pferd zu teilen kann teuer werden

Wenn sich der Eigentümer eines Pferdes dessen Nutzung mit jemand anderem teilt, kann er in einem Vertrag nicht durch eine formelhafte Klausel jede Haftung für einen Sturz ausschließen, meint das LG Saarbrücken. Die Krankenkasse einer gestürzten Frau hatte geklagt.