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Lebensmittel- / Pharmarecht

Lebensmittel- und Pharmarecht aktuell: Urteile und Nachrichten zu Lebensmittelrecht, Arzneimitteln, Medizinprodukten und Verbraucherschutz – Rechtsprechung und Gesetzgebung im Überblick.

Aktuelle Artikel aus dem Lebensmittel- / Pharmarecht

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?
Versandapotheke dm-med auf dem Prüfstand

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?

Drogerie oder Apotheke? Die Wettbewerbszentrale warnt beim Angebot von dm-med vor Risiken für Verbraucher durch falsche Medikamentenauswahl oder Dosierung, dm hält dagegen. Das LG Karlsruhe nimmt das Geschäftsmodell nun unter die Lupe.

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil
Füllgewichtsangabe auf Brötchenverpackungen

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil

Vorverpackte verzehrfertige Brötchen dürfen ohne Füllgewichtsangabe verkauft werden – solange man sie zählen kann. Laut OVG Koblenz genügt es alternativ, die Stückzahl auf der Verpackung anzugeben.

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food
Handel mit LSD-Derivaten verboten

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food

Die LSD-Derivate 1Fe-LSD und 4-PrO-MET fallen nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Ihr Vertrieb in Tablettenform verstößt laut VG Köln aber gegen die EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel.

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft
OLG Hamm zu Impfschäden

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft

Wer behauptet, durch eine Corona- Impfung erkrankt zu sein, muss für einen Auskunftsanspruch gegen den Hersteller keine überwiegende Wahrscheinlichkeit darlegen. Das OLG Hamm folgt dem BGH – und ein Mann mit Post-Covid bekommt eine zweite Chance.

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden
Haftung für Corona-Impfschäden

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden

Eine Zahnärztin lässt sich mit dem AstraZeneca-Wirkstoff Vaxzevria impfen. Vier Tage später ist sie auf einem Ohr taub. Sie wittert einen Zusammenhang und fordert vom Pharmakonzern Auskunft und Schadensersatz. Vor dem BGH hat sie nun einen Teilerfolg erzielt.

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?
dm-logo an einer Gebäudewand mit blauem Himmel und Wolken im Hintergrund
Versandapotheke dm-med auf dem Prüfstand

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?

Drogerie oder Apotheke? Die Wettbewerbszentrale warnt beim Angebot von dm-med vor Risiken für Verbraucher durch falsche Medikamentenauswahl oder Dosierung, dm hält dagegen. Das LG Karlsruhe nimmt das Geschäftsmodell nun unter die Lupe.

Verschärfung des MedCanG stößt auf Kritik
Leitplanken für KI-unterstützte Justiz
Kein Grüner Zweig

Verschärfung des MedCanG stößt auf Kritik

Die Bundesregierung hat beschlossen, das MedCanG in einzelnen Punkten zu verschärfen. Die erste Lesung im Bundestag findet am 18. Dezember statt – doch noch sind viele Fragen offen.

Bundeskabinett plant strengere Vorgaben für Medizinal-Cannabis
Orangefarbene Formen auf weißem Hintergrund

Bundeskabinett plant strengere Vorgaben für Medizinal-Cannabis

Cannabis-Arzneimittel können in bestimmten Fällen – etwa zur Behandlung chronischer Schmerzen – sinnvoll sein. Um jedoch möglichen Missbrauch einzudämmen, soll es künftig strengere Regeln geben.

Apotheker darf nicht zugelassenes Krebsmedikament herstellen
Revitalisierte VwGO

Apotheker darf nicht zugelassenes Krebsmedikament herstellen

Ein Apotheker stellt ein nicht zugelassenes Medikament her und bekommt eine Unterlassungsklage. Das Gericht muss entscheiden, was schwerer wiegt: Hoffnung für den einzelnen oder Schutz für alle?

Online-Apotheke darf nicht für "Abnehmspritze" werben
Attraktives Anwaltsnotariat

Online-Apotheke darf nicht für "Abnehmspritze" werben

Abnehmspritze nur per Fragebogen ohne persönlichen Kontakt zum Arzt - dieses Angebot machte eine Online-Apotheke zum Missfallen einer Apothekenkammer. Ihren Streit hat nun das LG München I entschieden.

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil
Kaiserbrötchen zum Aufbacken in einer Plastikverpackung
Füllgewichtsangabe auf Brötchenverpackungen

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil

Vorverpackte verzehrfertige Brötchen dürfen ohne Füllgewichtsangabe verkauft werden – solange man sie zählen kann. Laut OVG Koblenz genügt es alternativ, die Stückzahl auf der Verpackung anzugeben.

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food
Tablette im Mund
Handel mit LSD-Derivaten verboten

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food

Die LSD-Derivate 1Fe-LSD und 4-PrO-MET fallen nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Ihr Vertrieb in Tablettenform verstößt laut VG Köln aber gegen die EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel.

"Veggie-Burger" ok, "veganer Speck" ade
Durchbruch im Namensstreit: "Veggie-Burger" ok, "veganer Speck" ade
Durchbruch im Namensstreit

"Veggie-Burger" ok, "veganer Speck" ade

Es gibt einen Kompromiss: Burger ohne Fleisch dürfen in der EU weiter als "Veggie-Burger" verkauft werden. "Veganer Speck", "Tofu-Rippchen" oder "Hühnchen" ohne Fleisch müssen aber umbenannt werden.

Amt durfte Verstöße veröffentlichen
Medienverbot statt Medienkompetenz?
Salmonellen am Dönerspieß

Amt durfte Verstöße veröffentlichen

Salmonellen an Drehspieß und Messer sowie ein wegen Salmonellenvergiftung vom Dienst ausgeschlossener Mitarbeiter, der dennoch im Imbiss arbeitet? Aufgrund der Beweislage hielt das VG Karlsruhe eine Online-Veröffentlichung der Verstöße für zulässig.

Hüllen und Clips zählen nicht zur Füllmenge
Leitplanken für KI-unterstützte Justiz
Beim BVerwG geht es um die Wurst

Hüllen und Clips zählen nicht zur Füllmenge

Bei fertig verpackter Wurst muss die Gewichtsangabe auf der Verpackung auch der tatsächlichen Menge an Wurst entsprechen. Nicht verzehrbare Wursthüllen und -clips zählen nicht dazu, hat das BVerwG am Dienstag entschieden.

GVO-Richtlinie gilt für durch Mutagenese gewonnene Organismen
Rentenrebellen
EuGH

GVO-Richtlinie gilt für durch Mutagenese gewonnene Organismen

P { margin-bottom: 0.21cm; } Durch Mutagenese gewonnene Organismen sind laut Europäischem Gerichtshof genetisch veränderte Organismen (GVO) und unterliegen grundsätzlich den in der GVO-Richtlinie vorgesehenen Verpflichtungen. Von diesen Verpflichtungen ausgenommen seien aber die mit Mutagenese-Verfahren, die herkömmlich bei einer Reihe von Anwendungen verwendet wurden und seit langem als sicher gelten, gewonnenen Organismen. Allerdings stehe es den Mitgliedstaaten frei, auch diese Organismen unter Beachtung des Unionsrechts den in der GVO-Richtlinie vorgesehenen oder anderen Verpflichtungen zu unterwerfen, stellt der EuGH mit seinem Urteil vom 25.07.2018 klar (Az.: C-528/16).

Mehrere EU-Zulassungen für Lebens- und Futtermittel mit Gen-Soja müssen überprüft werden
Rechtspartnerschaften in Zeiten des Krieges
EuG

Mehrere EU-Zulassungen für Lebens- und Futtermittel mit Gen-Soja müssen überprüft werden

Mehrere EU-Zulassungen für Lebens- und Futtermittel mit gentechnisch veränderten Sojabohnen müssen überprüft werden. Dies hat das Gericht der Europäischen Union mit Urteil vom 14.03.2018 entschieden und einen Ablehnungsbeschluss der EU-Kommission für nichtig erklärt. Es gab damit einer Nichtregierungsorganisation Recht, die sich für ihren Antrag auf die Aarhus-Verordnung gestützt hatte (Az.: T-33/16).

Nationales Anbauverbot für Genmais auf Basis des Vorsorgeprinzips unzulässig
Attraktives Anwaltsnotariat
EuGH

Nationales Anbauverbot für Genmais auf Basis des Vorsorgeprinzips unzulässig

Die EU-Mitgliedstaaten dürfen keine Sofortmaßnahmen in Bezug auf genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel treffen, wenn nicht von einem ernsten Risiko für die Gesundheit oder die Umwelt auszugehen ist. Dies hat der Gerichtshof der Europäischen Union mit Urteil vom 13.09.2017 im Fall eines von Italien erlassenen Anbauverbots für MON-810-Mais entschieden. Das Vorsorgeprinzip sei keine ausreichende Grundlage für solche Sofortmaßnahmen (Az.: C-111/16).

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?
dm-logo an einer Gebäudewand mit blauem Himmel und Wolken im Hintergrund
Versandapotheke dm-med auf dem Prüfstand

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?

Drogerie oder Apotheke? Die Wettbewerbszentrale warnt beim Angebot von dm-med vor Risiken für Verbraucher durch falsche Medikamentenauswahl oder Dosierung, dm hält dagegen. Das LG Karlsruhe nimmt das Geschäftsmodell nun unter die Lupe.

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft
Ein gelber Impfpass liegt aufgeschlagen auf einem Tisch. EIn behandschuhter Finger klebt gerade den Chargennachweis einer Impfung ein. Auf dem Impfpass liegen eine Spritze und ein Glasfläschchen mit einer Impfdosis.
OLG Hamm zu Impfschäden

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft

Wer behauptet, durch eine Corona- Impfung erkrankt zu sein, muss für einen Auskunftsanspruch gegen den Hersteller keine überwiegende Wahrscheinlichkeit darlegen. Das OLG Hamm folgt dem BGH – und ein Mann mit Post-Covid bekommt eine zweite Chance.

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden
Haftung für Corona-Impfschäden: OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden
Haftung für Corona-Impfschäden

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden

Eine Zahnärztin lässt sich mit dem AstraZeneca-Wirkstoff Vaxzevria impfen. Vier Tage später ist sie auf einem Ohr taub. Sie wittert einen Zusammenhang und fordert vom Pharmakonzern Auskunft und Schadensersatz. Vor dem BGH hat sie nun einen Teilerfolg erzielt.

Produkt für Wechseljahre darf nicht MenoGlück heißen
Codiertes Recht

Produkt für Wechseljahre darf nicht MenoGlück heißen

Das OLG Köln hat in einem Streit zweier Onlinehändler entschieden: Die Bezeichnung "MenoGlück" für ein Produkt für die Wechseljahre verstößt gegen die Health-Claims-Verordnung (HCVO).

Drogerie muss Serum vorerst aus dem Sortiment nehmen
Revitalisierte VwGO
Lange Wimpern mit Nebenwirkungen

Drogerie muss Serum vorerst aus dem Sortiment nehmen

Einige medizinische Augentropfen zählen die Verlängerung der Wimpern zu ihren Nebenwirkungen. Fluch für die einen, Segen für die anderen – so dachte wohl ein Hersteller, der einen ähnlichen Stoff in sein Drogerie-Wimpernserum einmischte. Zu gefährlich, meinte nun das VG Hannover.

Weiteres passendes Rechtsgebiet

Medizinrecht

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln
Gemaltes goldenes Siegel auf weißem Hintergrund
Focus-Testsiegel "TOP-Mediziner"

BGH hat starke Zweifel an Ärztesiegeln

Fach-Rankings sind seit jeher umstritten. Was, wenn man für die Werbung zahlen muss? Der BGH stellt nun strenge Anforderungen an die Focus-"Top-Mediziner"-Siegel. Die seien gesundheitsbezogen und eine geschäftliche Handlung. Was heißt das für "Top-Anwälte"?

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Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?
Versandapotheke dm-med auf dem Prüfstand

Wie viel Drogerie darf in einer Apotheke stecken?

Drogerie oder Apotheke? Die Wettbewerbszentrale warnt beim Angebot von dm-med vor Risiken für Verbraucher durch falsche Medikamentenauswahl oder Dosierung, dm hält dagegen. Das LG Karlsruhe nimmt das Geschäftsmodell nun unter die Lupe.

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil
Füllgewichtsangabe auf Brötchenverpackungen

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil

Vorverpackte verzehrfertige Brötchen dürfen ohne Füllgewichtsangabe verkauft werden – solange man sie zählen kann. Laut OVG Koblenz genügt es alternativ, die Stückzahl auf der Verpackung anzugeben.

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food
Handel mit LSD-Derivaten verboten

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food

Die LSD-Derivate 1Fe-LSD und 4-PrO-MET fallen nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Ihr Vertrieb in Tablettenform verstößt laut VG Köln aber gegen die EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel.

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft
OLG Hamm zu Impfschäden

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft

Wer behauptet, durch eine Corona- Impfung erkrankt zu sein, muss für einen Auskunftsanspruch gegen den Hersteller keine überwiegende Wahrscheinlichkeit darlegen. Das OLG Hamm folgt dem BGH – und ein Mann mit Post-Covid bekommt eine zweite Chance.

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden
Haftung für Corona-Impfschäden

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden

Eine Zahnärztin lässt sich mit dem AstraZeneca-Wirkstoff Vaxzevria impfen. Vier Tage später ist sie auf einem Ohr taub. Sie wittert einen Zusammenhang und fordert vom Pharmakonzern Auskunft und Schadensersatz. Vor dem BGH hat sie nun einen Teilerfolg erzielt.

"Veggie-Burger" ok, "veganer Speck" ade
Durchbruch im Namensstreit

"Veggie-Burger" ok, "veganer Speck" ade

Es gibt einen Kompromiss: Burger ohne Fleisch dürfen in der EU weiter als "Veggie-Burger" verkauft werden. "Veganer Speck", "Tofu-Rippchen" oder "Hühnchen" ohne Fleisch müssen aber umbenannt werden.

Behörde darf vor Bäckerei warnen
Motten und Mäusekot

Behörde darf vor Bäckerei warnen

Insektenteile im Sesam und Köttel im Lagerraum – zwar wurden die Hygieneverstöße einer Bäckerei noch am gleichen Tag behoben. Laut dem VGH Mannheim durfte die zuständige Behörde den Faux-Pas trotzdem öffentlich mitteilen. Der Verbraucherschutz geht vor.

Produkt für Wechseljahre darf nicht MenoGlück heißen

Produkt für Wechseljahre darf nicht MenoGlück heißen

Das OLG Köln hat in einem Streit zweier Onlinehändler entschieden: Die Bezeichnung "MenoGlück" für ein Produkt für die Wechseljahre verstößt gegen die Health-Claims-Verordnung (HCVO).

Verschärfung des MedCanG stößt auf Kritik
Kein Grüner Zweig

Verschärfung des MedCanG stößt auf Kritik

Die Bundesregierung hat beschlossen, das MedCanG in einzelnen Punkten zu verschärfen. Die erste Lesung im Bundestag findet am 18. Dezember statt – doch noch sind viele Fragen offen.

Drogerie muss Serum vorerst aus dem Sortiment nehmen
Lange Wimpern mit Nebenwirkungen

Drogerie muss Serum vorerst aus dem Sortiment nehmen

Einige medizinische Augentropfen zählen die Verlängerung der Wimpern zu ihren Nebenwirkungen. Fluch für die einen, Segen für die anderen – so dachte wohl ein Hersteller, der einen ähnlichen Stoff in sein Drogerie-Wimpernserum einmischte. Zu gefährlich, meinte nun das VG Hannover.

Wo Gin draufsteht, muss Alkohol drin sein

Wo Gin draufsteht, muss Alkohol drin sein

Aus für den "Virgin Gin Alkoholfrei": Der EuGH hat den Verkauf eines Getränks unter diesem Namen für unzulässig erklärt. Enthalte ein Getränk keinen Alkohol, dürfe es nicht als Gin verkauft werden.

Werbung mit positivem Effekt auf Hautgesundheit zu unterlassen
Kollagen-Trinkampullen

Werbung mit positivem Effekt auf Hautgesundheit zu unterlassen

Erwecken Werbeaussagen den Eindruck eines Zusammenhangs zwischen Kollagen und Hautgesundheit, so sind sie als gesundheitsbezogen einzuordnen. Es handelt sich laut BGH dann nicht um – zulassungsfreie – schönheitsbezogene Angaben ("beauty claims"). 

Neuerungen für Polizisten, Krankenhäuser und Elektroroller
Kabinett beschließt Gesetzentwürfe

Neuerungen für Polizisten, Krankenhäuser und Elektroroller

Viel Arbeit für die Ministerinnen und Minister der schwarz-roten Koalition: Die Tagesordnung des Bundeskabinetts umfasste diesmal rund drei Dutzend Punkte. Darunter: Die Bundespolizei soll künftig Drohnen abwehren und bei Verstößen mit E-Rollern härter durchgegriffen werden.

Bundeskabinett plant strengere Vorgaben für Medizinal-Cannabis

Bundeskabinett plant strengere Vorgaben für Medizinal-Cannabis

Cannabis-Arzneimittel können in bestimmten Fällen – etwa zur Behandlung chronischer Schmerzen – sinnvoll sein. Um jedoch möglichen Missbrauch einzudämmen, soll es künftig strengere Regeln geben.

Arzneitees dürfen kein Bio-Logo tragen

Arzneitees dürfen kein Bio-Logo tragen

Verpackungen von pflanzlichen Arzneitees dürfen grundsätzlich nicht das Logo der Europäischen Union für ökologische/biologische Produktion tragen. Eine Ausnahme macht der EuGH allerdings. 

Amt durfte Verstöße veröffentlichen
Salmonellen am Dönerspieß

Amt durfte Verstöße veröffentlichen

Salmonellen an Drehspieß und Messer sowie ein wegen Salmonellenvergiftung vom Dienst ausgeschlossener Mitarbeiter, der dennoch im Imbiss arbeitet? Aufgrund der Beweislage hielt das VG Karlsruhe eine Online-Veröffentlichung der Verstöße für zulässig.

Hüllen und Clips zählen nicht zur Füllmenge
Beim BVerwG geht es um die Wurst

Hüllen und Clips zählen nicht zur Füllmenge

Bei fertig verpackter Wurst muss die Gewichtsangabe auf der Verpackung auch der tatsächlichen Menge an Wurst entsprechen. Nicht verzehrbare Wursthüllen und -clips zählen nicht dazu, hat das BVerwG am Dienstag entschieden.

Apotheker darf nicht zugelassenes Krebsmedikament herstellen

Apotheker darf nicht zugelassenes Krebsmedikament herstellen

Ein Apotheker stellt ein nicht zugelassenes Medikament her und bekommt eine Unterlassungsklage. Das Gericht muss entscheiden, was schwerer wiegt: Hoffnung für den einzelnen oder Schutz für alle?

Das Arzneimittelrecht bleibt streng
Werbung für medizinisches Cannabis

Das Arzneimittelrecht bleibt streng

Das OLG Frankfurt hat einem Online-Portal seine Werbung für medizinisches Cannabis untersagt. Auch darf es nicht gegen Honorar Patienten an Ärzte vermitteln.

Online-Apotheke darf nicht für "Abnehmspritze" werben

Online-Apotheke darf nicht für "Abnehmspritze" werben

Abnehmspritze nur per Fragebogen ohne persönlichen Kontakt zum Arzt - dieses Angebot machte eine Online-Apotheke zum Missfallen einer Apothekenkammer. Ihren Streit hat nun das LG München I entschieden.

Schadensersatz nach Corona-Impfung? Gericht fordert Gutachten

Schadensersatz nach Corona-Impfung? Gericht fordert Gutachten

Im Prozess gegen den Pharmakonzern AstraZeneca um einen möglichen Corona-Impfschaden hat eine Frau einen weiteren Teilerfolg erzielt. Das OLG Bamberg kam ihrem Antrag auf Erstellung eines Gutachtens nach.

Dextro Energy darf nicht als "Anti-Kater"-Tablette beworben werden

Dextro Energy darf nicht als "Anti-Kater"-Tablette beworben werden

Weil das Unionsrecht es verbietet, Lebensmitteln eine heilende Eigenschaft zuzuschreiben, dürfen Mineralstofftabletten von "Dextro Energy" nicht mit dem Zusatz "Anti-Kater" beworben werden. Das hat das OLG Frankfurt a.M. entschieden.

CBD-Mundspray ist Lebensmittel

CBD-Mundspray ist Lebensmittel

Ein CBD-Mundpflegespray fällt unter die lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Dem kann der Hersteller nicht dadurch entgehen, dass er es als Kosmetikum vertreibt. Der Verbraucher gehe dennoch von einer Verzehrfähigkeit aus, so das VG Düsseldorf.

Kommt ein Wein dann noch vom "Weingut"?
Angemietete Kelteranlage

Kommt ein Wein dann noch vom "Weingut"?

Diese Streitfrage beschäftigte alle Instanzen und auch den EuGH: Kommt ein Wein noch von einem "Weingut", wenn er in einer fremden Kelterei gekeltert wurde? Theoretisch kann das sein, doch im konkreten Fall musste das BVerwG eine Winzerin enttäuschen.

Importierte Lebensmittel müssen alle EU-Vorgaben einhalten
EU-Bio-Logo

Importierte Lebensmittel müssen alle EU-Vorgaben einhalten

Ein Lebensmittel, das aus einem Drittland importiert wird, darf das EU-Bio-Logo nur dann tragen, wenn es allen Vorgaben des Unionsrechts entspricht. Das hat der EuGH klargestellt. Das gelte auch, wenn die Produktionsvorschriften des Drittlands als denen des Unionsrechts gleichwertig anerkannt seien.

Veganes darf Wurst oder Schnitzel heißen

Veganes darf Wurst oder Schnitzel heißen

Im Handel finden sich viele pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte, die etwa als vegane "Wurst" oder "Schnitzel" vertrieben werden. Das kann ein Mitgliedstaat laut EuGH nicht ohne weiteres verbieten. Er kann aber einen anderen Weg gehen.

Pelle und Verschluss zählen mit
Füllmenge einer Wurst

Pelle und Verschluss zählen mit

Was zählt beim Wiegen? Nur die eigentliche Wurst? Oder auch die nicht essbare Hülle und Verschlussclips? Die Verwaltungsrichter und -richterinnen am OVG Münster haben entschieden.

Bundestag beschließt kontrollierte Cannabis-Freigabe

Bundestag beschließt kontrollierte Cannabis-Freigabe

Die Befürworter konnten es kaum erwarten, viele Kritiker warnen vor einem historischen Fehler: Nach jahrzehntelangen Debatten hat der Bundestag am Freitag eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland beschlossen. Die Gesetzespläne der Ampel-Koalition sehen keine komplette, sondern eine kontrollierte Freigabe mit diversen Regeln vor.

Erneut Klage gegen Biontech gescheitert
Impfschäden

Erneut Klage gegen Biontech gescheitert

Das LG Frankenthal hat eine Schadensersatz- und Schmerzensgeldklage wegen behaupteter Impfschäden gegen den Corona-Impfstoffhersteller Biontech abgewiesen. Eine Haftung sei ausgeschlossen, da der Impfstoff nach einer eindeutig positiven Nutzen-Risiko-Abwägung zugelassen worden sei.

Biontech wegen behaupteter Impfschäden nicht schadensersatzpflichtig

Biontech wegen behaupteter Impfschäden nicht schadensersatzpflichtig

Biontech haftet nicht für behauptete Schäden nach einer Corona-Impfung, da das Vakzin ordnungsgemäß zugelassen wurde und somit kein unvertretbares Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist, entschied das LG Frankfurt am Main. Bloße Spekulationen über schädliche Wirkungen reichten nicht.

Heilpraktiker scheitern beim BVerfG
Eigenbluttherapie

Heilpraktiker scheitern beim BVerfG

Drei Heilpraktikern war verboten worden, Blut ihrer Kunden für Eigenblutbehandlungen zu entnehmen – die Ausnahme vom Arztvorbehalt im TFG für homöopathische Eigenblutprodukte hatte das BVerwG verneint. Ihre dagegen erhobenen Verfassungsbeschwerden sah das BVerfG schon nicht ausreichend begründet.

BioNTech muss keine Auskunft zu Corona-Impfstoff erteilen

BioNTech muss keine Auskunft zu Corona-Impfstoff erteilen

Ein Mann, der mit Comirnaty geimpft wurde und Erkrankungen darauf zurückführt, hat keinen Auskunftsanspruch gegen die Herstellerfirma BioNTech. Die Auskunft sei nicht erforderlich, um über einen arzneimittelrechtlichen Schadensersatzanspruch zu entscheiden, so das LG Mainz.

Bundesgesundheitsminister legt Eckpunkte vor
Notfallreform

Bundesgesundheitsminister legt Eckpunkte vor

Eine bessere Versorgung der Patienten im Notfall sowie eine engere Kooperation von ärztlichem Bereitschaftsdienst und Krankenhäusern: das sind zwei zentrale Eckpunkte einer Notfallreform, die Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) jetzt in Berlin vorgestellt hat.

Wissenschaftlich nicht belegte Werbeaussagen rechtswidrig
Focus-Kapseln

Wissenschaftlich nicht belegte Werbeaussagen rechtswidrig

Der Hersteller des Produkts "Focus-Kapseln" darf nicht mehr damit werben, dass sie zu besserer Konzentrations- und Leistungsfähigkeit führen. Laut LG Berlin verstoßen diese nicht nachgewiesenen gesundheitsbezogenen Behauptungen gegen die Health-Claims-Verordnung.

Weingut auf Flaschenetikett muss nicht mit Kelter-Betrieb übereinstimmen

Weingut auf Flaschenetikett muss nicht mit Kelter-Betrieb übereinstimmen

Ein Weinerzeuger darf seinen eigenen Weinbaubetrieb auch dann auf dem Weinetikett angeben, wenn die Kelterung in den Betriebsräumen eines anderen Weinerzeugers erfolgt – sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, stellte der EuGH klar.

Sterbewillige dürfen keine tödliche Dosis Natrium-Pentobarbital kaufen

Sterbewillige dürfen keine tödliche Dosis Natrium-Pentobarbital kaufen

Sterbewilligen bleibt der Erwerb des tödlichen Betäubungsmittels Natrium-Pentobarbital versagt. Dies sei verfassungskonform, um einen gefährlichen Miss- und Fehlgebrauch zu verhindern, so das BVerwG. Es gebe andere Möglichkeiten, um das eigene Leben medizinisch begleitet zu beenden.

BVerwG muss über Zugang zu tödlichem Medikament entscheiden

BVerwG muss über Zugang zu tödlichem Medikament entscheiden

Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht, frei über seinen Tod zu entscheiden. Aber wie sollen Sterbewillige das umsetzen? Das BVerwG will am am 7. November eine Entscheidung über die Klagen zweier schwerkranker, sterbewilliger Personen verkünden.

Zigarettenautomaten in Supermärkten müssen Warnhinweise zeigen

Zigarettenautomaten in Supermärkten müssen Warnhinweise zeigen

Die Nichtraucher-Initiative Pro Rauchfrei war mit ihrer Klage vor dem BGH erfolgreich: Dieser entschied nach zweimaliger Anrufung des EuGH, dass Zigarettenautomaten auch an der Supermarktkasse die gesetzlich vorgeschriebenen gesundheitsbezogenen Warnhinweise zeigen müssen.

Zehn-Millionen-Strafe für Pharmakonzern Boehringer Ingelheim
Preisabsprache

Zehn-Millionen-Strafe für Pharmakonzern Boehringer Ingelheim

Fast 15 Jahre lang soll es zwischen Boehringer Ingelheim und anderen Pharmaunternehmen illegale Preisabsprachen über Rohstoffe für krampflösende Medikamente wie Buscopan gegeben haben. Mit 10,4 Millionen Euro muss Boehringer den Löwenanteil der nunmehr verhängten, insgesamt 13,4 Millionen Euro schweren Kartellstrafe zahlen.

Apothekerin zu Bewährungsstrafe verurteilt
Tod durch verunreinigte Glukose

Apothekerin zu Bewährungsstrafe verurteilt

Rund vier Jahre nach dem Tod einer jungen Frau und ihres per Notkaiserschnitt zur Welt geholten Babys durch verunreinigte Glukose hat das LG Köln eine Apothekerin zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der Frau sei ein fataler Fehler unterlaufen, so das Gericht.