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Lebensmittel- / Pharmarecht

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil
Füllgewichtsangabe auf Brötchenverpackungen

Wer zählen kann, ist klar im Vorteil

Vorverpackte verzehrfertige Brötchen dürfen ohne Füllgewichtsangabe verkauft werden – solange man sie zählen kann. Laut OVG Koblenz genügt es alternativ, die Stückzahl auf der Verpackung anzugeben.

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food
Handel mit LSD-Derivaten verboten

Kein neuer psychoaktiver Stoff, aber Novel Food

Die LSD-Derivate 1Fe-LSD und 4-PrO-MET fallen nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Ihr Vertrieb in Tablettenform verstößt laut VG Köln aber gegen die EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel.

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft
OLG Hamm zu Impfschäden

Plausibler Verdacht reicht für Auskunft

Wer behauptet, durch eine Corona- Impfung erkrankt zu sein, muss für einen Auskunftsanspruch gegen den Hersteller keine überwiegende Wahrscheinlichkeit darlegen. Das OLG Hamm folgt dem BGH – und ein Mann mit Post-Covid bekommt eine zweite Chance.

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden
Haftung für Corona-Impfschäden

OLG muss neu über Auskunftspflicht von AstraZeneca entscheiden

Eine Zahnärztin lässt sich mit dem AstraZeneca-Wirkstoff Vaxzevria impfen. Vier Tage später ist sie auf einem Ohr taub. Sie wittert einen Zusammenhang und fordert vom Pharmakonzern Auskunft und Schadensersatz. Vor dem BGH hat sie nun einen Teilerfolg erzielt.

"Veggie-Burger" ok, "veganer Speck" ade
Durchbruch im Namensstreit

"Veggie-Burger" ok, "veganer Speck" ade

Es gibt einen Kompromiss: Burger ohne Fleisch dürfen in der EU weiter als "Veggie-Burger" verkauft werden. "Veganer Speck", "Tofu-Rippchen" oder "Hühnchen" ohne Fleisch müssen aber umbenannt werden.

Behörde darf vor Bäckerei warnen
Motten und Mäusekot

Behörde darf vor Bäckerei warnen

Insektenteile im Sesam und Köttel im Lagerraum – zwar wurden die Hygieneverstöße einer Bäckerei noch am gleichen Tag behoben. Laut dem VGH Mannheim durfte die zuständige Behörde den Faux-Pas trotzdem öffentlich mitteilen. Der Verbraucherschutz geht vor.

Produkt für Wechseljahre darf nicht MenoGlück heißen

Produkt für Wechseljahre darf nicht MenoGlück heißen

Das OLG Köln hat in einem Streit zweier Onlinehändler entschieden: Die Bezeichnung "MenoGlück" für ein Produkt für die Wechseljahre verstößt gegen die Health-Claims-Verordnung (HCVO).

Verschärfung des MedCanG stößt auf Kritik
Kein Grüner Zweig

Verschärfung des MedCanG stößt auf Kritik

Die Bundesregierung hat beschlossen, das MedCanG in einzelnen Punkten zu verschärfen. Die erste Lesung im Bundestag findet am 18. Dezember statt – doch noch sind viele Fragen offen.

Drogerie muss Serum vorerst aus dem Sortiment nehmen
Lange Wimpern mit Nebenwirkungen

Drogerie muss Serum vorerst aus dem Sortiment nehmen

Einige medizinische Augentropfen zählen die Verlängerung der Wimpern zu ihren Nebenwirkungen. Fluch für die einen, Segen für die anderen – so dachte wohl ein Hersteller, der einen ähnlichen Stoff in sein Drogerie-Wimpernserum einmischte. Zu gefährlich, meinte nun das VG Hannover.

Wo Gin draufsteht, muss Alkohol drin sein

Wo Gin draufsteht, muss Alkohol drin sein

Aus für den "Virgin Gin Alkoholfrei": Der EuGH hat den Verkauf eines Getränks unter diesem Namen für unzulässig erklärt. Enthalte ein Getränk keinen Alkohol, dürfe es nicht als Gin verkauft werden.