Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt

Privatversicherungsrecht

Verschwiegene Ermittlungen kosten Versicherungsschutz
Obliegenheitsverletzung nach Brand

Verschwiegene Ermittlungen kosten Versicherungsschutz

Erst brennt sein Haus, dann verschweigt er Ermittlungen gegen ihn – und am Ende zahlt die Versicherung nicht. Ein Mann blieb auf seinem Schaden sitzen, obwohl die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellte. Warum das LG Itzehoe hart blieb.

E-Bike-Akku muss nach Sturz nicht gewartet werden
Versicherung für Akku-Brand

E-Bike-Akku muss nach Sturz nicht gewartet werden

Wer mit einem E-Bike einen leichten Sturz hinlegt, muss nicht damit rechnen, dass dadurch der Akku so beschädigt wurde, dass er in Flammen aufgehen könnte. Das OLG Oldenburg hielt einen Brand, der auf einen Carport übergriff, nicht für vorhersehbar.

Versicherter Erdrutsch muss sichtbar sein
Risse reichen nicht

Versicherter Erdrutsch muss sichtbar sein

Wer sein Wohngebäude gegen einen "Erdrutsch" versichert, muss gerade das Verrutschen der Erde mit eigenen Augen sehen können. Risse am Gebäude, die auf ein langsames Abgleiten der Erde hindeuten, reichen dem OLG Hamm noch nicht.

Unfallversicherung zahlt nicht, auch ohne Wettkampf
Trainingsfahrten bei den Track Days

Unfallversicherung zahlt nicht, auch ohne Wettkampf

Bei sogenannten "Trainings- und Übungsfahrten" eines Motorsport-Events kam es zu einem Unfall, den eine Versicherung nicht decken wollte. Das OLG Hamm hatte zu entscheiden: Brauchte es hier ein Rennen im klassischen Sinne? Oder reicht es, dass die Teilnehmer ihre "Limits" austesten wollten?

Versicherer darf Deckung verweigern
Gebraucht- statt Neuteile eingebaut

Versicherer darf Deckung verweigern

Wer bei der Schadensregulierung angibt, es seien Neu- statt Gebrauchtteile in das verunfallte Kfz eingebaut worden, bekommt unter Umständen gar nichts erstattet. Das bekamen die Erben eines Land Rovers zu spüren, die sich eine entsprechende Erklärung der Erblasserin zurechnen lassen müssen.

Gesundheitsdatenschutz falsch verstanden
Präventionsangebote in der PKV

Gesundheitsdatenschutz falsch verstanden

Das BVerwG ist der Meinung, dass private Krankenversicherungen ihrer Kundschaft nicht ohne Zustimmung für sie passende Vorsorgeuntersuchungen anbieten dürften. Grund ist mal wieder der Datenschutz. Doch damit verkennt der Senat die Rolle der Versicherungen im Gesundheitssystem, meint Thomas Ritter.

Ein Schlitten ist ein Schlitten
Private Krankenversicherung

Ein Schlitten ist ein Schlitten

Das OLG Dresden hatte sich mit der Frage zu befassen, ob ein Schlitten der Pistenbergung als "Rettungsfahrzeug" in eine private Krankenversicherung fiel. Es antwortete mit einem klaren Nein – die AGB seien eindeutig genug.

BGH kippt Klausel zur einseitigen Rentenkürzung bei Riester-Verträgen

BGH kippt Klausel zur einseitigen Rentenkürzung bei Riester-Verträgen

Eine Klausel in Riester-Verträgen, die Versicherern einseitig erlaubt, die monatliche Rente nachträglich zu kürzen, ist unwirksam. Der BGH sieht darin eine unangemessene Benachteiligung – und verweist auf das Symmetriegebot.

Unfallversicherer darf Leistungen kürzen
Blutverdünner eingenommen

Unfallversicherer darf Leistungen kürzen

Ein Mann stirbt nach einem Sturz an einer Hirnblutung. Die Unfallversicherung kürzt die Todesfallleistung: Schließlich habe der Blutverdünner, den der Versicherte wegen einer Gerinnungsstörung einnehmen musste, die Folgen des Sturzes verschlimmert. Der BGH hat keine Einwände.

Reiseabbruch mit Unfall, nicht erst bei Abreise
Versicherter Skiurlaub

Reiseabbruch mit Unfall, nicht erst bei Abreise

Im Skiurlaub einer Familie verletzt sich die Mutter, wird noch vor Ort operiert und reist mit Ehemann und Tochter schließlich ab. Es kommt zum Streit, ab wann die Reise versicherungsrechtlich "abgebrochen" war. Das AG München sagt: Mit dem Skiunfall.