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JUVE-Awards 2026

Latham & Watkins ist Kanzlei des Jahres

Panoramaansicht des Opernplatzes und des Brunnens bei Dämmerung, alte Oper und Brunnen beleuchtet
In den Sälen der alten Oper in Frankfurt am Main finden alljährlich die JUVE-Awards statt © helmutvogler / Adobe Stock

Die Gewinner der diesjährigen JUVE-Awards stehen fest: Bei der alljährlichen Preisverleihung in Frankfurt am Main wurde Latham & Watkins am Mittwochabend als "Kanzlei des Jahres" ausgezeichnet.

Vor mehr als 1.000 Gästen vergab das Branchenmagazin in den Festsälen der Alten Oper Auszeichnungen in zahlreichen Fachkategorien an führende Wirtschaftskanzleien und Unternehmensrechtsabteilungen.

Den prestigeträchtigsten Titel des Abends sicherte sich Latham & Watkins. Die US-amerikanische Großkanzlei wurde als "Kanzlei des Jahres" ausgezeichnet und setzte sich damit gegen die ebenfalls nominierten Kanzleien Gleiss Lutz, SZA Schilling, Zutt & Anschütz und Willkie Farr & Gallagher durch. In der Hauptkategorie bewertet JUVE nach eigenen Angaben die rechtsübergreifende Entwicklung einer Kanzlei im letzten Jahr, insbesondere Managementleistungen, strategische Entscheidungen und die nachhaltige Ausrichtung des Geschäfts.

Für die JUVE-Redaktion steht die Auszeichnung auch für eine Wachstumsstrategie, die mit dem spektakulären Wechsel eines Freshfields-Private-Equity-Teams im vergangenen Jahr ihren sichtbarsten Ausdruck fand. "Latham hat ihr deutsches Geschäft konsequent auf internationale Schlüsselmandanten und klug gewählte Branchen ausgerichtet. Dafür stehen Unternehmen wie Apollo und Lindsay Goldberg", begründete die Redaktion ihre Entscheidung. 

Für Latham war es insgesamt ein erfolgreicher Abend: Die Kanzlei gewann auch Auszeichnungen in den Kategorien Dispute Resolution und Regulierung.

Gründerzeit-Award geht an Kanzlei Cattwyk

Als "Kanzlei des Jahres für den Mittelstand" zeichnete JUVE Esche Schümann Commichau aus. Die Hamburger Sozietät überzeugte die Jury unter anderem mit einer "Welle interner Beförderungen", durch die gezielt junge Anwälte in die Verantwortung und damit ein neuer Teamgeist in die Praxis gebracht worden sei. Besonders hervorgehoben wurde außerdem die konsequente KI-Strategie der Kanzlei. 

Den Gründerzeit-Award erhielt die erst im vergangenen Jahr gestartete Kanzlei Cattwyk. Die Ausgründung von Graf von Westphalen habe mit ihrem Fokus auf Außenwirtschaftsrecht und internationale Regulierung in kurzer Zeit ein klares Profil entwickelt, hieß es zur Begründung. Zugleich habe die Kanzlei ihre Expertise gezielt ausgebaut und neue Wachstumsfelder wie den Verteidigungssektor erschlossen.

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Auszeichnungen in 18 Kategorien

Insgesamt vergab JUVE Auszeichnungen in 18 Kategorien – davon 15 für Kanzleien und 3 für Inhouse-Rechtsabteilungen in Unternehmen. Als "Kanzlei des Jahres Österreich" wurde Cerha Hempel geehrt. Die Wiener Sozietät überzeugte nach Angaben von JUVE insbesondere mit dem Ausbau ihrer Beratung in digitalen Zukunftsthemen.

Zu den mehrfachen Gewinnern zählte Freshfields, das als Kanzlei des Jahres für Bank- und Finanzrecht sowie für Compliance ausgezeichnet wurde. Weitere Awards gingen unter anderem an CMS Hasche Sigle (M&A), Clifford Chance (Patentrecht), Kirkland & Ellis (Insolvenz und Restrukturierung), Geradin Partners (Kartellrecht) und Redeker Sellner Dahs (Technologie und Medien).

Den Award für das Inhouse-Team des Jahres erhielt Bayer. Nach Einschätzung der JUVE-Jury hat die Rechtsabteilung des Konzerns mit der strategischen Neuaufstellung der milliardenschweren Roundup-Verfahren in den USA neue Maßstäbe gesetzt. Zudem erzielte das Team um General Counsel Thomas Laubert einen bedeutenden Erfolg in einem Schiedsverfahren gegen BASF, was ebenfalls besonders hervorgehoben wurde.

Weitere Auszeichnungen für Unternehmensrechtsabteilungen gingen an Henkel als Inhouse-Team des Jahres für M&A sowie an die Rechtsabteilung von Sandoz für Patentrecht.