Holocaust-Leugner Ittner wegen Volksverhetzung zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt

Zitiervorschlag
Holocaust-Leugner Ittner wegen Volksverhetzung zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. beck-aktuell, 18.11.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/184696)
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat den vorbestraften Neonazi und Holocaust-Leugner Gerhard Ittner aus Franken am 17.11.2015 wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung verurteilt. Ittner hatte von 2011 bis 2012 Schriften verbreitet, in denen unter anderem der Holocaust geleugnet wurde.
Ittner floh nach erster Verurteilung nach Portugal
Bereits im Jahr 2005 war Ittner unter anderem wegen Volksverhetzung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Damals tauchte er unter. Fahnder spürten ihn 2012 in Portugal auf. Von dort aus verbreitete er seine Schreiben voller volksverhetzender Beleidigungen über das Internet. Ittner hatte bundesweit Proteste ausgelöst, als er 2003 einen rechten Aufmarsch in der Nähe des früheren Reichsparteitagsgeländes durchsetzte. Damals kündigte an, weitere Aufmärsche in Nürnberg veranstalten zu wollen.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
- LG Nürnberg-Fürth
- Urteil vom 17.11.2015
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Holocaust-Leugner Ittner wegen Volksverhetzung zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. beck-aktuell, 18.11.2015 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/184696)



