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Geschworene sprechen Patentfirma 626 Millionen Dollar von Apple zu

Parken in Pink

Apple soll einer kleinen Patentfirma nach einem Gerichtsurteil 625,6 Millionen Dollar (rund 564 Millionen Euro) zahlen. Geschworene in Texas sprachen den Betrag am 04.02.2016 dem Unternehmen VirnetX zu. Aus ihrer Sicht wurde in dem Prozess erwiesen, dass Apple mit Diensten wie dem SMS-Ersatz iMessage und der Telefonie-App FaceTime Patente von VirnetX zur sicheren Kommunikation verletzt hat. Apple will Berufung einlegen.

Bereits zweiter Prozess

Es war bereits der zweite Prozess in dem Fall. VirnetX hatte 2012 in einem Prozess gegen Apple bereits gut 368 Millionen Dollar zugesprochen bekommen. Die Entscheidung wurde jedoch von einem Berufungsgericht aufgehoben und das Verfahren wurde nun neu aufgerollt. Dabei wurden auch neuere Apple-Produkte einbezogen.

Microsoft zahlte zur Beendigung eines Patentstreits

VirnetX stellt selbst keine Produkte her, sondern hat sich darauf spezialisiert, Lizenzen auf Patente zu verkaufen. Im Dezember 2015 sagte Microsoft der kleinen Firma aus dem US-Bundesstaat Nevada mit nur 14 Beschäftigten eine Zahlung von 23 Millionen Dollar zu, um einen Patentstreit zu beenden. Bereits im Jahr 2010 hatte VirnetX 200 Millionen Dollar von dem Windows-Konzern bekommen.

VirnetX-Aktie schnellte in die Höhe

Die Aktie von VirnetX sprang nach Bekanntwerden der Geschworenen-Entscheidung im nachbörslichen Handel am 04.02.2016 um fast 90% hoch. "Wir sind überrascht und enttäuscht von der Entscheidung und wir werden in Berufung gehen", erklärte Apple in einer vom Finanzdienst Bloomberg zitierten Reaktion.

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