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AfD-Thüringen scheitert

Deutsch als Landessprache kommt nicht in die Verfassung

Rentenrebellen

Die AfD ist in Thüringen mit einem Gesetzentwurf gescheitert, Deutsch als Landessprache in der Verfassung festzuschreiben. Er wurde am 21.04.2016 im Landtag von den Abgeordneten der anderen Fraktionen abgelehnt. In dem Entwurf heißt es: "Die Sprache des Freistaats Thüringen ist Deutsch". Deutschland sei das einzige deutschsprachige Land, in dem die Landessprache nicht in der Verfassung stehe, begründete der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner den Vorstoß.

Abgeordnete der Linken bezeichnet Antrag als "völkisch und populistisch"

"Der Antrag ist völkisch und populistisch", sagte die Linken-Abgeordnete Sabine Berninger. Die SPD-Rednerin Dorothea Marx verwies darauf, dass es in den Verfassungen anderer Bundesländer einen solchen Passus nicht gebe, nur Regelungen zu Minderheitssprachen wie Sorbisch. Der CDU-Abgeordnete Manfred Scherer reagierte ironisch auf das AfD-Gesetz: "Wir haben Glück gehabt, dass der AfD-Antrag nicht heißt, die Thüringer sind blond, blauäugig und mindestens 1,80 Meter groß."

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