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Beihilfe zum Mord

Tod mutmaßlichen NS-Wachmannes beendet Ermittlungen

Auf einem Rasen shen mehrere Reihen gleich aussehender alter Grabsteine.
Grabsteinreihen erinnern an die namentlich bekannten in Stalag Gestorbenen. © picture alliance / zb | Matthias Tödt

Im Zweiten Weltkrieg soll er Wachmann in einem Kriegsgefangenenlager gewesen sein. Seit dem Frühjahr wurde gegen ihn ermittelt. Der Vorwurf: Beihilfe zum vielfachen Mord. Doch jetzt ist der 105-Jährige verstorben.

Das Ermittlungsverfahren gegen den Mann wird wohl eingestellt. Der Mann, den die Staatsanwaltschaft Dortmund der Beihilfe zum Mord in einer Vielzahl von Fällen verdächtigte, ist kürzlich gestorben, wie der WDR am Montag meldete.

Den Ermittlungen lagen Geschehnisse aus dem Zweiten Weltkrieg zugrunde. Der Mann soll damals als Wachmann im Kriegsgefangenenlager Stalag 326 in Stukenbrock-Senne bei Bielefeld eingesetzt gewesen sein. Hier befanden sich vor allem sowjetische Kriegsgefangene, bevor man sie zur Zwangsarbeit weiterverteilte. Die Lebensbedingungen in dem Lager am Rande des Teutoburger Waldes sollen katastrophal gewesen sein. Hunger und Krankheiten waren an der Tagesordnung, Zehntausende starben.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund wollte nun klären, inwieweit der 105-Jährige sich mitschuldig gemacht hat. Dazu wird es jetzt nicht mehr kommen. Angestoßen hatte die Ermittlungen die Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg. Sie hatte noch zwei weitere Verfahren an Dortmund abgegeben. Allerdings wird dort nur noch in einem Fall ermittelt, da auch der andere Beschuldigte inzwischen verstorben ist.

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