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Staatsanwalt

Ermittlungen im VW-Skandal könnten sich lange hinziehen

Codiertes Recht

In der Abgas-Affäre bei Volkswagen könnten sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig lange hinziehen. Der zuständige Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe sagte gegenüber der “Süddeutschen Zeitung“ am 22.12.2015 angesichts dessen, dass ein möglicher Tatzeitraum von bis zu zehn Jahren aufgearbeitet werden  muss: “Einen Zwischenstand können und werden wir angesichts dessen wohl nicht geben – sondern nur ein Ergebnis am Ende.“

Insgesamt 25 Ermittler mit dem Fall betraut

Mit fünf Ermittlern sei ein Zwölftel des Personals seiner Behörde derzeit nur mit dem Fall VW beschäftigt. Dazu kommen 20 Sonderermittler des Landeskriminalamts Niedersachsen. Die Braunschweiger Anklagebehörde hatte wegen der im September 2015 von VW zugegebenen Manipulationen von Stickoxid-Messwerten bei Dieselmotoren ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es gab auch Razzien. Anfang November 2015 teilte der Autobauer mit, dass es auch bei Kohlendioxid-Emissionen “Unregelmäßigkeiten“ gab – sie sollen laut dem Unternehmen aber weniger gravierend sein als befürchtet. Ein Anfangsverdacht besteht gegen insgesamt elf aktuelle und frühere VW-Mitarbeiter. Unter anderem gehen die Ermittler dabei Betrugsvorwürfen nach.