Bankgeheimnis für ausländische Kunden abgeschafft

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Bankgeheimnis für ausländische Kunden abgeschafft. beck-aktuell, 02.01.2017 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/165051)
Die Schweiz hat im Kampf gegen Steuerhinterziehung zum 01.01.2017 das Bankgeheimnis für ausländische Kunden abgeschafft. Von nun an ist den Behörden das Sammeln von Kontodaten erlaubt. Ein Informationsaustausch mit ausländischen Steuerbehörden soll ab 2018 erfolgen.
Umdenken durch internationalen Druck
Die Schweiz als ein gern genutztes Land für die Lagerung von Schwarzgeld hat sich vor einem Jahr zum automatischen Informationsaustausch bekannt. Ihm haben sich rund 100 Staaten angeschlossen. Das Bunkern von Schwarzgeld war für manche Schweizer Banken jahrzehntelang ein einträgliches Geschäft. Vielen Kunden war Diskretion wichtiger als eine Rendite. Der zunehmende internationale Druck ließ die Branche umschwenken.
Nordrhein-Westfalens Finanzminister: Bundesweit rund sechs Milliarden Euro Einnahmen durch Selbstanzeigen
Tausende von Kontoinhabern zeigten sich selbst an, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Laut Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) gingen allein bei der Finanzverwaltung des Landes seit 2010 mehr als 23.000 Selbstanzeigen mit Bezug zu Konten in der Schweiz ein. Das Land habe damit rund 1,2 Milliarden Euro eingenommen, bundesweit seien es sogar rund sechs Milliarden Euro gewesen, sagte der Minister jüngst der dpa.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Bankgeheimnis für ausländische Kunden abgeschafft. beck-aktuell, 02.01.2017 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/165051)



