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Ausspähung von Militärdaten

Mutmaßlicher Russland-Spion in U-Haft

Nahaufnahme von männlichen Händen, die auf einer Laptoptastatur tippen
Russische Spionagefälle in Deutschland häufen sich. © ParinPIX / Adobe Stock

Ein Ukrainer soll für Russland militärisch relevante Informationen gesammelt haben. Jetzt wurde der mutmaßliche Agent in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Nach der Festnahme eines mutmaßlichen russischen Spions in Brandenburg ist der Verdächtige in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter am BGH in Karlsruhe setzte den Haftbefehl gegen den Ukrainer in Vollzug, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Die Karlsruher Behörde wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit vor.

Beamte des Bundeskriminalamts hatten den Mann am Donnerstag in Eisenhüttenstadt festgenommen. Er soll für einen russischen Nachrichtendienst militärisch relevante Informationen gesammelt und dafür Kontakte in die europäische Rüstungsindustrie genutzt haben. Laut Bundesanwaltschaft ging es etwa um Erkenntnisse über die Produktion von Panzern, Munition und Explosivstoffen sowie Militär-Standorte zur Sicherung der Nato-Ostflanke.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die Festnahme am Vortag als Erfolg gewertet, zugleich aber vor weiteren Spionageaktionen gewarnt: "Wir werden solche Fälle vermutlich in den nächsten Monaten und Jahren häufiger sehen", sagte der CDU-Politiker am Rande des Westbalkangipfels in Montenegro. Allein dieses Jahr wurden in Deutschland schon mehrere mutmaßliche Spione gefasst, die im Auftrag russischer Geheimdienstler tätig gewesen sein sollen.

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