Block bessert nach, Verteidiger legen vor

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Block bessert nach, Verteidiger legen vor. beck-aktuell, 25.08.2026 (abgerufen am: 25.08.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/204536)
Christina Block korrigiert ihre Aussage: Beim ersten Treffen mit dem Chef der israelischen Sicherheitsfirma sei es doch um die Kinder gegangen. Daran erinnere sie sich jetzt. Ihre Verteidiger sehen sie durch Hunderte Dokumente entlastet.
Die Steakhaus-Erbin Christina Block hat am Dienstag vor dem LG Hamburg Teile ihrer Aussage aus dem vergangenen Jahr korrigiert. Gleichzeitig gingen ihre Verteidiger in die Offensive: Hunderte im Selbstleseverfahren eingeführte Dokumente sprächen gegen eine Tatbeteiligung der 53-Jährigen.
Block räumte ein, dass es bereits beim ersten Gespräch mit David Barkay um ihre Kinder gegangen sei. Bei Prozessbeginn im Juli 2025 hatte die Unternehmerin noch erklärt, Barkays israelische Sicherheitsfirma habe sich zunächst nur um die Cybersicherheit in der Block-Gruppe kümmern sollen. Barkay hatte das in seiner Zeugenvernehmung als unwahr bezeichnet.
Barkays Aussage habe die Erinnerung zurückgebracht
Dessen Aussage habe die Erinnerung an das erste Treffen zurückgebracht, so Block. Allerdings sei es dabei nur um die Beschaffung von Informationen für den Sorgerechtsstreit gegangen. Von der Entführung in der Silvesternacht 2023/24 habe sie vorab nichts gewusst. Ihre Erklärung soll auch am Mittwoch fortgesetzt werden.
Zuvor hatten die Verteidiger Stellung zu den Dokumenten aus dem Selbstleseverfahren genommen. Nichts darin lasse auch nur im Ansatz den Schluss zu, dass sein Mandant von der geplanten Aktion gewusst habe, sagte David Rieks, der Verteidiger des früheren ARD-Sportmoderators Gerhard Delling. Der 67-Jährige ist Blocks Lebensgefährte und wegen Beihilfe angeklagt.
"Die Silvesteraktion trägt nicht die Handschrift von Frau Block"
Auch Blocks Verteidiger Ingo Bott betonte, die Unterlagen entlasteten seine Mandantin. Die "Silvesteraktion" trage "nicht die Handschrift von Frau Block". Hätte sie von den Plänen gewusst, wäre sie dazwischengegangen. Mehrere Kalendereinträge Barkays zu angeblichen Treffen mit Block seien nachträglich behauptet worden, ist Bott überzeugt.
Der Staatsanwaltschaft zufolge soll Block eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt haben, ihren damals zehnjährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort des Vaters in Dänemark nach Deutschland zu bringen. Am Ende eines langen Sorgerechtsstreits hatte Blocks Ex-Mann Stephan Hensel die Kinder nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht zurückgebracht.
In dem Mammutverfahren, das mittlerweile den 72. Verhandlungstag erreicht hat, sind insgesamt sieben Personen angeklagt. Nur ein 37-jähriger Israeli hat die Vorwürfe eingeräumt. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
- Redaktion beck-aktuell, hg
- mit Material der dpa
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