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Erbrecht

Erbrecht aktuell: Urteile und Nachrichten zu Testament, Erbschaft, Pflichtteil, Erbvertrag und Nachlass – Rechtsprechung und Gesetzgebung im Überblick.

Ak­tu­el­les aus dem Erbrecht

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen
Erbvertrag

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen

Schenkungen zu Lebzeiten dürfen einen Erbvertrag nicht wirtschaftlich aushöhlen – laut BGH selbst dann nicht, wenn sich der Erblasser im Vertrag einen Rücktritt vorbehalten hat.

Noch-Ehefrau erbt trotzdem nichts
18 Jahre nicht geschieden

Noch-Ehefrau erbt trotzdem nichts

Erst sollte es mit der Scheidung schnell gehen, dann ruhte das Verfahren für 18 Jahre. Nach dem Tod des Mannes pochte die Gattin nun auf ihren Erbanteil, schließlich sei man nicht geschieden. Der BGH ist anderer Ansicht.

Nur Nachlasspflege allein reicht nicht
Fachanwalt Erbrecht

Nur Nachlasspflege allein reicht nicht

Wer viel Nachlasspflege macht, erfüllt damit noch lange nicht die Anforderungen für den Fachanwaltstitel im Erbrecht. Genau daran scheiterte eine Anwältin vor dem AGH Hessen – trotz umfangreicher Tätigkeit im Erbrecht. Entscheidend sei die rechtliche Einordnung, nicht die Fallzahl.

Erben kommen oft nur schwer an ihr Geld
Schatzsuche bei den Banken

Erben kommen oft nur schwer an ihr Geld

Viele Erben wissen nicht, wo der Verstorbene überall ein Bankkonto hat. Und die Geldinstitute machen ihnen den Nachweis ihrer Ansprüche oft übermäßig schwer. Experten fordern eine Gesetzesänderung.

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter
Trotz Erbscheins

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter

Einwände eines Dritten hindern die Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses – auch, wenn der Antragstellerin zuvor ein Erbschein erteilt worden ist. Dies geht aus einem Beschluss des OLG Frankfurt a. M. hervor.

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter
Rauten-Muster angelehnt an das Logo von beck-aktuell in Unternehmensfarben
Trotz Erbscheins

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter

Einwände eines Dritten hindern die Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses – auch, wenn der Antragstellerin zuvor ein Erbschein erteilt worden ist. Dies geht aus einem Beschluss des OLG Frankfurt a. M. hervor.

Entlassung als Vollstrecker nur bei grober Pflichtverletzung
Codiertes Recht
Württemberger Testament

Entlassung als Vollstrecker nur bei grober Pflichtverletzung

Bei einem Württemberger Testament kann der zum Testamentsvollstrecker eingesetzte länger lebende Ehegatte nur dann entlassen werden, wenn er seine Pflichten aus dem Amt grob verletzt hat. Das sagt das OLG Frankfurt a.M.

Verfahren um Veltins-Erbe abgeschlossen
Berufe mit Haltung
Keine Berufung

Verfahren um Veltins-Erbe abgeschlossen

Er hatte auf Millionen aus dem Erbe seiner Mutter gehofft, doch der Brauerei-Spross wird wohl weiter leer ausgehen. Zu einem Berufungsverfahren im Erbschaftsstreit wird es jedenfalls nicht kommen.

Keine Schlusserbeneinsetzung für Freundin
Attraktives Anwaltsnotariat
Sollte uns "auf den Reisen etwas passieren"

Keine Schlusserbeneinsetzung für Freundin

Eine Dame setzte eine Bekannte als Alleinerbin ein, sollte ihr und ihrem Bruder "auf den Reisen etwas passieren". Der Bruder überlebte sie jedoch, so dass nun trotzdem dessen Nachkommen am Zug waren. Das OLG München entnahm dem Testament eine enge Bedingung.

Vermeintliche Testamentskopie überzeugt Gerichte nicht
Vergessene Anrechte
Plötzlich Alleinerbin

Vermeintliche Testamentskopie überzeugt Gerichte nicht

Die frühere Lebensgefährtin eines Verstorbenen behauptete, Alleinerbin zu sein und legte dazu die Kopie des vermeintlichen Testaments vor. Doch widersprüchliche Aussagen, fehlende Details und eine nicht gesehene Unterschrift ließen das OLG Zweibrücken zweifeln.

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen
Erbvertrag

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen

Schenkungen zu Lebzeiten dürfen einen Erbvertrag nicht wirtschaftlich aushöhlen – laut BGH selbst dann nicht, wenn sich der Erblasser im Vertrag einen Rücktritt vorbehalten hat.

Dürfte es seine Werke nicht mehr geben?
Kafkas letzter Wille

Dürfte es seine Werke nicht mehr geben?

In zwei "Testamenten" verfügte Franz Kafka, dass sein literarischer Nachlass annähernd vollständig durch Max Brod zu vernichten sei. Ulrich Fischer hat diese Willensäußerungen nach der damaligen Rechtslage geprüft. Ein spannendes Stück "law and literature", findet Sebastian Felz.

Auflage zulässig
Grundstück muss spätestens bei Tod weiterverschenkt werden

Auflage zulässig

Eine Grundstücksschenkung mit der Verpflichtung für den Empfänger, es spätestens beim eigenen Tod an seine Kinder weiter zu verschenken, ist nach Ansicht des BGH zulässig: Erhalte der Dritte durch den Schenkungsvertrag zumindest einen bedingten Anspruch, werde die Testierfreiheit nicht umgangen.

Schenkungswiderruf muss begründet sein, aber nicht begründet werden

Schenkungswiderruf muss begründet sein, aber nicht begründet werden

Die Erklärung, eine Schenkung werde wegen groben Undanks widerrufen, muss nicht begründet werden. Der Bundesgerichtshof hat dafür den Wortlaut der Norm herangezogen, wonach es heißt, dass der Widerruf durch Erklärung gegenüber dem Beschenkten erfolge. Den Schutz des Beschenkten sieht der X. Zivilsenat ausreichend dadurch gewahrt, dass das Vorliegen des groben Undanks im Rückforderungsprozess bewiesen werden müsse. 

Erben-Widerruf lässt Schenkung von Todesfall-Leistung aus Lebensversicherung scheitern

Erben-Widerruf lässt Schenkung von Todesfall-Leistung aus Lebensversicherung scheitern

Der Bezugsberechtigte einer Todesfall-Leistung aus einer Lebensversicherung, die der Erblasser ihm schenken wollte, ohne dass zu Lebzeiten ein Schenkungsvertrag zustande gekommen ist, geht leer aus, wenn die Erben dem Bezugsberechtigten zuvorkommen und das Schenkungsangebot rechtzeitig widerrufen. Dies hat das Landgericht Frankenthal entschieden und einer Erben-Klage stattgegeben.

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen
Erbvertrag

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen

Schenkungen zu Lebzeiten dürfen einen Erbvertrag nicht wirtschaftlich aushöhlen – laut BGH selbst dann nicht, wenn sich der Erblasser im Vertrag einen Rücktritt vorbehalten hat.

Noch-Ehefrau erbt trotzdem nichts
18 Jahre nicht geschieden

Noch-Ehefrau erbt trotzdem nichts

Erst sollte es mit der Scheidung schnell gehen, dann ruhte das Verfahren für 18 Jahre. Nach dem Tod des Mannes pochte die Gattin nun auf ihren Erbanteil, schließlich sei man nicht geschieden. Der BGH ist anderer Ansicht.

Nur Nachlasspflege allein reicht nicht
Fachanwalt Erbrecht

Nur Nachlasspflege allein reicht nicht

Wer viel Nachlasspflege macht, erfüllt damit noch lange nicht die Anforderungen für den Fachanwaltstitel im Erbrecht. Genau daran scheiterte eine Anwältin vor dem AGH Hessen – trotz umfangreicher Tätigkeit im Erbrecht. Entscheidend sei die rechtliche Einordnung, nicht die Fallzahl.

Erben kommen oft nur schwer an ihr Geld
Schatzsuche bei den Banken

Erben kommen oft nur schwer an ihr Geld

Viele Erben wissen nicht, wo der Verstorbene überall ein Bankkonto hat. Und die Geldinstitute machen ihnen den Nachweis ihrer Ansprüche oft übermäßig schwer. Experten fordern eine Gesetzesänderung.

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter
Trotz Erbscheins

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter

Einwände eines Dritten hindern die Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses – auch, wenn der Antragstellerin zuvor ein Erbschein erteilt worden ist. Dies geht aus einem Beschluss des OLG Frankfurt a. M. hervor.

Entlassung als Vollstrecker nur bei grober Pflichtverletzung
Württemberger Testament

Entlassung als Vollstrecker nur bei grober Pflichtverletzung

Bei einem Württemberger Testament kann der zum Testamentsvollstrecker eingesetzte länger lebende Ehegatte nur dann entlassen werden, wenn er seine Pflichten aus dem Amt grob verletzt hat. Das sagt das OLG Frankfurt a.M.

Weiteres passendes Rechtsgebiet

Erbschaftsteuer

Alle Ar­ti­kel aus dem Erbrecht

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen
Erbvertrag

Rücktrittsvorbehalt lässt Erberwartung nicht entfallen

Schenkungen zu Lebzeiten dürfen einen Erbvertrag nicht wirtschaftlich aushöhlen – laut BGH selbst dann nicht, wenn sich der Erblasser im Vertrag einen Rücktritt vorbehalten hat.

Noch-Ehefrau erbt trotzdem nichts
18 Jahre nicht geschieden

Noch-Ehefrau erbt trotzdem nichts

Erst sollte es mit der Scheidung schnell gehen, dann ruhte das Verfahren für 18 Jahre. Nach dem Tod des Mannes pochte die Gattin nun auf ihren Erbanteil, schließlich sei man nicht geschieden. Der BGH ist anderer Ansicht.

Nur Nachlasspflege allein reicht nicht
Fachanwalt Erbrecht

Nur Nachlasspflege allein reicht nicht

Wer viel Nachlasspflege macht, erfüllt damit noch lange nicht die Anforderungen für den Fachanwaltstitel im Erbrecht. Genau daran scheiterte eine Anwältin vor dem AGH Hessen – trotz umfangreicher Tätigkeit im Erbrecht. Entscheidend sei die rechtliche Einordnung, nicht die Fallzahl.

Erben kommen oft nur schwer an ihr Geld
Schatzsuche bei den Banken

Erben kommen oft nur schwer an ihr Geld

Viele Erben wissen nicht, wo der Verstorbene überall ein Bankkonto hat. Und die Geldinstitute machen ihnen den Nachweis ihrer Ansprüche oft übermäßig schwer. Experten fordern eine Gesetzesänderung.

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter
Trotz Erbscheins

Kein Europäisches Nachlasszeugnis bei Einwänden Dritter

Einwände eines Dritten hindern die Erteilung eines Europäischen Nachlasszeugnisses – auch, wenn der Antragstellerin zuvor ein Erbschein erteilt worden ist. Dies geht aus einem Beschluss des OLG Frankfurt a. M. hervor.

Entlassung als Vollstrecker nur bei grober Pflichtverletzung
Württemberger Testament

Entlassung als Vollstrecker nur bei grober Pflichtverletzung

Bei einem Württemberger Testament kann der zum Testamentsvollstrecker eingesetzte länger lebende Ehegatte nur dann entlassen werden, wenn er seine Pflichten aus dem Amt grob verletzt hat. Das sagt das OLG Frankfurt a.M.

Verfahren um Veltins-Erbe abgeschlossen
Keine Berufung

Verfahren um Veltins-Erbe abgeschlossen

Er hatte auf Millionen aus dem Erbe seiner Mutter gehofft, doch der Brauerei-Spross wird wohl weiter leer ausgehen. Zu einem Berufungsverfahren im Erbschaftsstreit wird es jedenfalls nicht kommen.

Nachlassauskunft dauert länger
208 Versteigerungen und 160 Umzugskartons

Nachlassauskunft dauert länger

Nicht nur soll ein Mann nach dem Tod seines Vaters Gegenstände aus dessen Nachlass versteigert haben, auch eine Wagenladung Umzugskartons ist verschwunden. Er muss nun wohl aufklären, doch den Zeitaufwand schätzte das KG zu niedrig ein. Der BGH korrigiert.

Keine Schlusserbeneinsetzung für Freundin
Sollte uns "auf den Reisen etwas passieren"

Keine Schlusserbeneinsetzung für Freundin

Eine Dame setzte eine Bekannte als Alleinerbin ein, sollte ihr und ihrem Bruder "auf den Reisen etwas passieren". Der Bruder überlebte sie jedoch, so dass nun trotzdem dessen Nachkommen am Zug waren. Das OLG München entnahm dem Testament eine enge Bedingung.

Elektronisches Empfangsbekenntnis zählt
Urteil schon vor Empfang zitiert

Elektronisches Empfangsbekenntnis zählt

War die Berufung in diesem Erbenstreit fristgemäß eingelegt? Sechs Tage bevor der Anwalt laut dem elektronischen Empfangsbekenntnis im beA Kenntnis hatte, zitierte sein Mandant das Urteil bereits in einem Schreiben. Das OLG Nürnberg störte sich daran nicht – auf die förmliche Zustellung komme es an.

Vermeintliche Testamentskopie überzeugt Gerichte nicht
Plötzlich Alleinerbin

Vermeintliche Testamentskopie überzeugt Gerichte nicht

Die frühere Lebensgefährtin eines Verstorbenen behauptete, Alleinerbin zu sein und legte dazu die Kopie des vermeintlichen Testaments vor. Doch widersprüchliche Aussagen, fehlende Details und eine nicht gesehene Unterschrift ließen das OLG Zweibrücken zweifeln.

Zu vage Erbeinsetzung
Es erbt, wer "besonders gut konnte" mit dem Sohn

Zu vage Erbeinsetzung

Ein gut gemeinter letzter Wille reicht nicht aus: Weil ein Mann seinen behinderten Stiefsohn gut versorgt sehen wollte, dabei aber denjenigen als Nacherben des Sohns einsetzte, der "es besonders gut (mit ihm) konnte", erklärte das OLG Karlsruhe ein Testament aus dem Jahr 1994 für unwirksam. Die gewählte Formulierung sei zu unbestimmt. 

Auch Stiefsohn kann gemeint sein
"Unsere Kinder" im Testament

Auch Stiefsohn kann gemeint sein

Setzt ein Ehepaar im gemeinschaftlichen Testament seine Kinder zu Schlusserben ein, sind damit nicht zwingend nur die gemeinsamen Nachfahren gemeint. Nach einer Entscheidung des OLG Düsseldorf war auch ein im Haus aufgewachsener Stiefsohn "unser Kind".

Patient darf Hausarzt Grundstück vermachen - Berufsrecht steht nicht entgegen

Patient darf Hausarzt Grundstück vermachen - Berufsrecht steht nicht entgegen

Ein Patient verspricht seinem Hausarzt, dass dieser nach seinem Tod ein Grundstück erhält. Im Gegenzug verpflichtet sich der Arzt zu einer umfangreichen ärztlichen Betreuung samt Hausbesuchen und telefonischer Ereichbarkeit. Ist das zulässig? Abschließend geklärt ist das nach einem Urteil des BGH nicht.

Gläubiger muss seine Bankverbindung nicht mitteilen

Gläubiger muss seine Bankverbindung nicht mitteilen

Eine Testamentsvollstreckerin wollte einem Miterben seinen Anteil in Höhe von über 26.000 Euro überweisen – doch der rückte die Bankverbindung nicht heraus. Zu Recht, so das LG Baden-Baden. Wer zahlen will, könne das Geld im Zweifel – schuldbefreiend – hinterlegen.

"Wenn Sie meine Mutter gekannt hätten"
Streit bei Veltins

"Wenn Sie meine Mutter gekannt hätten"

Der Sohn hatte Millionen aus dem Erbe der Bierbrauer-Dynastie verlangt. Doch dass er leer ausging, ist laut Gericht rechtens. Daran ändert auch eine fragwürdige Unterschrift nach einer Partynacht nichts.

Notar darf auf Umschlag unterschreiben – egal wann
Erbvertrag

Notar darf auf Umschlag unterschreiben – egal wann

Wenn ein Erbvertrag beurkundet wird, muss der Notar unterschreiben. Meist geschieht das auf dem Dokument selbst, er kann aber auch den Umschlag abzeichnen, in dem der Vertrag verwahrt wird - oder verwahrt werden soll.

Rechtsanwalt muss alle Seiten übergeben
Abschieds-Testament

Rechtsanwalt muss alle Seiten übergeben

Ein Anwalt übergibt dem Nachlassgericht nur die letzten Seiten eines Schriftstücks eines Mandaten, das als Testament in Betracht kommt: Der Mandant habe die ersten Seiten vertraulich behandelt haben wollen. Laut OLG Frankfurt a.M. muss der Anwalt das Original komplett vorlegen.

Testament dennoch widerrufen
Erst zerrissen, dann aufbewahrt

Testament dennoch widerrufen

Mit dem Durchreißen eines Testaments gibt der Erblasser zu verstehen, dass er es widerrufen will. Daran ändert auch die anschließende Verwahrung des Schriftstücks in einem Schließfach nichts, meint das OLG Frankfurt a.M.

Bindung beim Erbvertrag stärker
Wechselseitige Verfügung

Bindung beim Erbvertrag stärker

Laut elterlichem Erbvertrag soll der Sohn Alleinerbe werden. Die Mutter setzt später aber die "Älste" Tochter als Erbin ein. Laut BGH sind die Kinder des inzwischen verstorbenen Sohns Ersatzerben geworden. Die für das wechselseitige Testament geltenden Regelungen seien nicht auf den Erbvertrag anwendbar.

Deutscher Anwaltverein übt Kritik an Nachlassgerichten
Zu langsam

Deutscher Anwaltverein übt Kritik an Nachlassgerichten

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat unter Anwälten eine Umfrage zur Verfahrensdauer bei Nachlassgerichten durchgeführt. Das Ergebnis: Wartezeiten seien zu lang, die Arbeitsfähigkeit der Gerichte in Gefahr. Lösungsvorschläge präsentiert der DAV auch.

Erbe kann Erbschaftsannahme anfechten
Überschuldung nicht bemerkt

Erbe kann Erbschaftsannahme anfechten

Wer eine Erbschaft angenommen hat, ohne zu wissen, dass der Nachlass überschuldet ist, kann die Annahme wegen Irrtums anfechten. Laut LG Frankenthal muss der Erbe oder die Erbin dafür eine wesentliche Forderung gegen den Nachlass irrtümlich übersehen haben.

Vergleich beendet Rechtsstreit
Bauhauskünstler-Erben

Vergleich beendet Rechtsstreit

Seit mehr als zwei Jahrzehnten streiten sich die Enkel des Künstlers Oskar Schlemmer darum, wer Mitsprache und Rechte beim Nachlass seiner Witwe besitzt. Nun haben die Parteien sich laut dem OLG Stuttgart verglichen.

Wer sich nur über den Wert irrte, darf nicht anfechten
Erbe ausgeschlagen

Wer sich nur über den Wert irrte, darf nicht anfechten

Eine Enkelin schlug das Erbe aus, weil sie dachte, der Nachlass sei überschuldet. Als sich das Gegenteil herausstellte, schaute sie in die Röhre – eine Ausschlagung bleibe wirksam, wenn man sich lediglich über den Wert des Erbes geirrt habe, so das OLG Zweibrücken.

Notar haftet
Pflichtteilsverzicht unwirksam beurkundet

Notar haftet

Der BGH hat die Haftung eines Notars bestätigt, der einen Pflichtteilsverzicht beurkundet hatte, den anstelle des Erblassers persönlich ein vollmachtloser Vertreter schloss. Eine ergänzende Auslegung des unwirksamen Vertrags als Erbschaftsvertrag im Sinn des § 311b Abs. 5 BGB verneinte er im konkreten Fall.

Auszahlung gehört zum Erbe
Sterbegeldversicherung

Auszahlung gehört zum Erbe

Viele Menschen wollen ihre Familien mit einer Sterbegeldversicherung vor hohen Kosten einer Trauerfeier schützen. Dabei ist laut BFH zu beachten, dass dieses Geld zum Erbe zählt und zu einer Erhöhung des Nachlasses führt. Dafür seien aber die Beerdigungskosten nicht nur pauschal, sondern vollständig steuermindernd zu berücksichtigen.

Dürfte es seine Werke nicht mehr geben?
Kafkas letzter Wille

Dürfte es seine Werke nicht mehr geben?

In zwei "Testamenten" verfügte Franz Kafka, dass sein literarischer Nachlass annähernd vollständig durch Max Brod zu vernichten sei. Ulrich Fischer hat diese Willensäußerungen nach der damaligen Rechtslage geprüft. Ein spannendes Stück "law and literature", findet Sebastian Felz.

Bundestag beschließt neue Regeln für Bauernhof-Erben

Bundestag beschließt neue Regeln für Bauernhof-Erben

Damit ein Hof beim Tod eines Bauern nicht aufgeteilt werden muss, sieht die Höfeordnung vor, dass ein Erbe den Betrieb übernimmt und allen anderen eine Abfindung zahlt. Der Bundestag hat nun die Berechnung der Abfindung neu geregelt.

Eltern dürfen für ungeborenes Kind ausschlagen
Millionenerbe

Eltern dürfen für ungeborenes Kind ausschlagen

Ein millionenschweres Testament für das eigene Kind bewusst ausschlagen, um Erbschaftssteuer zu sparen? Eltern müssen sich das laut BGH nicht vom Familiengericht genehmigen lassen, auch wenn sie durch die gesetzliche Erbfolge selbst wieder Erben werden.

Wirksames Testament auf der Intensivstation? Krankenhaus muss Behandlungsakte herausgeben

Wirksames Testament auf der Intensivstation? Krankenhaus muss Behandlungsakte herausgeben

Die neu als Erben eingesetzten Verwandten hatten auch eine postmortale Vollmacht – und wohl kein Interesse daran, dass die Testierfähigkeit ihrer toten Tante überprüft wird. Trotz ihrer fehlenden Erlaubnis verpflichtete das OLG Hamm die Klinik, dem Gerichtsgutachter die Befunde zu geben.

Neue Höfeordnung kommt
Nach Einheitswert-Urteil

Neue Höfeordnung kommt

Die Höfeordnung regelt, wie erbrechtlich mit einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb verfahren wird, insbesondere wie hoch die Abfindungen der weichenden Erben ist. Nachdem die Berechnung ab Januar 2025 nicht mehr über die Einheitswertbestimmung erfolgen kann, soll die Höfeordnung geändert werden.

"Manche versuchen, sich auszudrücken wie ein Jurist"
Linguistische Gutachterin

"Manche versuchen, sich auszudrücken wie ein Jurist"

Isabelle Thormann analysiert für Gerichte, wer ein Erpresserschreiben verfasst hat oder ob das hingekritzelte Vermächtnis wirklich vom Verstorbenen stammt. Nicht anhand der Schrift, sondern anhand der Sprache. Ein Interview darüber, was der Idiolekt über Menschen verrät - und über das "Juristen-E".

Tochter erhält trotz Ausschlagung Erbe
Glück gehabt

Tochter erhält trotz Ausschlagung Erbe

Ein Erbe sollte sich, bevor er die Erbschaft ausschlägt, gut darüber informieren, wie sich der Nachlass zusammensetzt. Ansonsten kann er seine Erklärung später eventuell nicht mehr anfechten, selbst wenn wider Erwarten doch etwas zu holen war. Eine Tochter kam vor dem OLG Frankfurt a. M. aber mit einem blauen Auge davon.

Verfassungsbeschwerde bleibt erfolglos
Erbenfeststellungsklage übersehen

Verfassungsbeschwerde bleibt erfolglos

Im Streit um seine Erbenstellung hat ein Mann vor dem BVerfG eine Niederlage erlitten, seine Verfassungsbeschwerde wurde nicht angenommen. Das Erbscheinsverfahren war nicht gut für ihn gelaufen, er hätte aber, bevor er das BVerfG hätte bemühen dürfen, noch eine Erbenfeststellungsklage erheben müssen.

Nicht jede Demenz macht Testament unwirksam

Nicht jede Demenz macht Testament unwirksam

Auch eine an Demenz erkrankte Person kann noch in der Lage sein, ein Testament wirksam zu errichten. Hievon geht das LG Frankenthal regelmäßig aus, wenn die Erkrankung sich noch in einem leichtgradigen Stadium befindet.

Keine Erbeinsetzung per Pfeil auf Adressaufkleber

Keine Erbeinsetzung per Pfeil auf Adressaufkleber

Ein letzter Wille, der eigenhändig verfasst wurde, darf weder aus Bildern, Symbolen oder maschinengeschriebenen Adressaufklebern bestehen. Das OLG München lehnte es ab, einen Erbschein auf der Grundlage einer kryptischen Erklärung auf einem Briefumschlag zu erteilen.

Kann man einen Gaming-Account vererben?

Kann man einen Gaming-Account vererben?

Computerspiele werden heute vielfach online über Gaming-Plattformen erworben. Doch was passiert, wenn der Inhaber verstirbt? Dürfen die Erben weiterzocken? Auf welchem Level? Oder ist der Account nach dem Tod des Inhabers weg? Eine Einschätzung von Prof. Dr. Susanne Lilian Gössl.

Adoptivkinder verlieren Erbstreit gegen Drogerie-Chef Müller

Adoptivkinder verlieren Erbstreit gegen Drogerie-Chef Müller

Erst verzichteten sie auf den Pflichtteil ihres Erbes, dann forderten sie ihn doch: Drei erwachsene Adoptivkinder klagten gegen den Drogerie-Unternehmer Erwin Müller und seine Frau. Nun hat das LG Ulm ihre Klagen abgewiesen. Der Pflichtteilsverzichtvertrag sei wirksam gewesen.

Notar muss Auftrag beenden
Ungeliebtes Nachlassverzeichnis

Notar muss Auftrag beenden

Auch wenn es schon ein Jahr gedauert hat: Die Hürde für einen Notar, die Erstellung eines Nachlassverzeichnisses zu verweigern, ist laut BGH hoch. Ein großer Zeitaufwand könne nur in Ausnahmefällen Grund sein, einen Auftrag nicht auszuführen.