Weitere 107 Richter und Staatsanwälte in der Türkei entlassen

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Weitere 107 Richter und Staatsanwälte in der Türkei entlassen. beck-aktuell, 08.05.2017 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/158716)
Knapp zehn Monate nach dem Putschversuch in der Türkei sind weitere 107 Richter und Staatsanwälte entlassen worden. Zu den Entlassungen sei es im Rahmen von Ermittlungen gegen die Gülen-Bewegung gekommen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am 05.05.2017 unter Berufung auf den Rat der Hohen Richter und Staatsanwälte. Der Rat ist für Ernennungen und Entlassungen von Richtern und Staatsanwälten verantwortlich.
Mittlerweile ein Drittel der Staatsanwälte und Richter entlassen
Anadolu berichtete, die Staatsanwaltschaft habe die Festnahme der Verdächtigen angeordnet. Seit dem Putschversuch – für den die Regierung die Gülen-Bewegung verantwortlich macht – seien inzwischen 4.238 Richter und Staatsanwälte entlassen worden. Das ist fast ein Drittel der ursprünglich 14.000 Richter und Staatsanwälte im Land.
Seit Putschversuch zahlreiche Inhaftierungen und Suspendierungen
Im Zusammenhang mit dem Putschversuch waren nach Regierungsangaben vom April 2017 mehr als 47.000 Verdächtige in Untersuchungshaft. Darunter waren diesen Angaben zufolge 2.575 Richter und Staatsanwälte. Außerdem wurden mehr als 100.000 Staatsbedienstete wegen angeblicher Gülen-Verbindungen suspendiert. Erst am 29.04.2017 hatte die Regierung mit einem Notstandsdekret mehr als 3.900 Staatsbedienstete suspendiert. Wenige Tage zuvor waren bereits mehr als 9.000 Polizisten suspendiert worden.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Weitere 107 Richter und Staatsanwälte in der Türkei entlassen. beck-aktuell, 08.05.2017 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/158716)



