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Türkei

Festnahme von 189 Richtern und Staatsanwälten angeordnet

Und ewig grüßt das Schlüsseltier

Drei Monate nach dem Putschversuch in der Türkei dauern die Massenfestnahmen unter dem Ausnahmezustand in dem Land an: Die Staatsanwaltschaft in Ankara ordnete am 14.10.2016 die Festnahme von 189 Richtern und Staatsanwälten an, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Vorwurf: Richter und Staatsanwälte sollen Gülen nahe stehen

Sie würden verdächtigt, so Anadolu weiter, einen Messenger-Dienst namens Bylock genutzt zu haben, über den Gülen-Anhänger Geheimnachrichten ausgetauscht hätten. Die Betroffenen hätten im Justizministerium in Ankara und in Gerichten im ganzen Land ihren Dienst verrichtet. 30 von ihnen hätten in Istanbul gearbeitet.

Auch weitere Massensuspendierungen im öffentlichen Dienst

Auch die Massensuspendierungen im öffentlichen Dienst gehen weiter: Das Bildungsministerium suspendierte im Rahmen der Untersuchungen gegen Gülen-Anhänger 2.400 weitere Lehrer vom Dienst, wie Anadolu am Abend des 13.10.2016 berichtete. 

Türkische Regierung macht Gülen für Putschversuch verantwortlich

Die Regierung beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, für den Putschversuch vom 15.07.2016 verantwortlich zu sein. Mehr als 30.000 Verdächtige wurden seitdem in Untersuchungshaft genommen. Mehr als 50.000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes wurden entlassen.