Juristenschwund macht US-Behörden zu schaffen

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Juristenschwund macht US-Behörden zu schaffen. beck-aktuell, 01.06.2026 (abgerufen am: 01.06.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/199041)
Unter der Trump-Regierung haben mehr als 10.000 Juristen und Juristinnen den Staatsdienst verlassen. Die Folge: Mehrere Behörden sind unterbesetzt. Besonders schlimm ist es im Bildungsministerium, zugelegt hat nur das Heimatschutzministerium.
Auf ihrer Internetseite bezieht sich die britische Zeitung The Independent am 31. Mai auf eine neue Analyse der New York Times: Danach arbeitete rund jeder fünfte Jurist, der Ende 2024 noch im Bundesdienst tätig gewesen war, im März 2026 nicht mehr für die Regierung.
Das Bildungsministerium, das Trump dauerhaft schließen wolle, habe laut Analyse mehr als 50% seiner Juristen verloren, die vor seiner Amtseinführung beschäftigt waren. Beim Justizministerium, das der Präsident genutzt habe, um gegen politische Gegner vorzugehen, arbeiteten rund 21% weniger Juristen als noch vor Trump. Allein im Heimatschutzministerium, das aufgrund des Anstiegs von Einwanderungsfällen infolge von Trumps Massenabschiebungsplänen mehr Arbeit zu erledigen habe, seien mehr Juristen als bisher tätig.
Neubesetzung von Stellen mitunter schwierig
Die Entlassungen, Kündigungen und freiwilligen Abgänge in den anderen Behörden überstiegen laut The Independent zudem die Zahl der Neueinstellungen in der Regierung. Daher seien einige Behörden nun unterbesetzt – und versuchten eilig, neues Personal zu rekrutieren, etwa indem Anforderungen gesenkt oder Einstiegsprämien versprochen würden.
Doch das sei mitunter nicht einfach. Während Juristen früher die Chance auf eine Tätigkeit im Staatsdienst gern genutzt hätten, zögerten nun viele. Manche fragten sich, ob eine solche Tätigkeit ihrer Karriere später im Weg stehen könnte.
Trump indessen zeige sich zufrieden mit dem Juristenschwund in den Bundesbehörden, so The Independent. Man wolle Leute, die Amerika wieder groß machten, und nicht solche, "die unser Land zerstören wollen und von Obama und Biden eingesetzt wurden und in vielen Fällen die USA von Anfang an gar nicht hätten vertreten sollen", habe er am 31. Mai auf seiner Plattform Truth Social geschrieben.
- Redaktion beck-aktuell, bw
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Juristenschwund macht US-Behörden zu schaffen. beck-aktuell, 01.06.2026 (abgerufen am: 01.06.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/199041)



