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Rom

Bewährungsstrafe für Ex-Vatikan-Rechnungsprüfer Scarano wegen Verleumdung

Produkthaftung 2026

Der frühere Vatikan-Geistliche Nunzio Scarano ist am 18.01.2016 von einem römischen Bezirksgericht wegen Verleumdung  zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt, aber vom Vorwurf der Korruption freigesprochen worden. Der ehemalige Rechnungsprüfer des Heiligen Stuhls, gegen den auch wegen Geldwäsche ermittelt worden war, hatte seine Unschuld betont. Seine Anwälte kündigten an, wegen der Bewährungsstrafe in Berufung gehen zu wollen.

Skandal im Vatikan ausgelöst

Scarano hatte 2013 einen Skandal im Vatikan ausgelöst, weil er einen Ex-Geheimdienstmann beauftragt haben soll, 20 Millionen Euro Bargeld per Privatjet aus der Schweiz nach Italien zu bringen. Der Skandal hatte auch deshalb für Schlagzeilen gesorgt, weil er auch ein Schlaglicht auf die Finanzen des Kirchenstaates und die umstrittene Vatikanbank IOR geworfen hatte, zu der Scarano ebenfalls Verbindungen hatte.

Anklage hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert

Scarano war im Juni 2013 festgenommen worden, gut ein halbes Jahr später hatte der Prozess gegen ihn begonnen. Nun entschieden die Richter, Scarano lediglich wegen Verleumdung zu verurteilten. Er soll den ebenfalls in den Skandal verwickelten Ex-Geheimdienstmann unter anderem fälschlicherweise des Diebstahls beschuldigt haben. Die Anklage hatte eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren gefordert.