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Israel billigt Gesetz zur Zwangsernährung hungerstreikender Gefangener

Ein Etappenziel ist erreicht

Israels Knesset hat einem Gesetz zugestimmt, das die Zwangsernährung hungerstreikender Gefangener erlaubt. Danach könnten wegen mutmaßlicher terroristischer Vergehen inhaftierte Menschen zwangsernährt werden, wenn ihr Leben oder ihre Gesundheit gefährdet seien, berichtete die Nachrichtenseite «Ynet» am 30.07.2015.

Menschenrechtsorganisationen rügen unmenschliche erniedrigende Behandlung

Palästinensische Gefangene treten in Israel immer wieder in den Hungerstreik. Einige Menschenrechtsorganisationen lehnen die Praxis der Zwangsernährung ab. «Hungerstreik ist oft das einzige Mittel, das Gefangene haben, um gegen ungesetzliche Inhaftierung und unmenschliche Bedingungen zu protestieren», heißt es in einer Erklärung der Organisation Ärzte für Menschenrechte. Zwangsernährung sei eine Form unmenschlicher erniedrigender Behandlung.