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Internationale Zivilluftfahrt-Organisation legt erstmals CO2-Grenzwerte für Flugzeuge fest

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Der ICAO-Ausschuss für Luftfahrt und Umweltschutz (CAEP) hat sich im kanadischen Montreal am 08.02.2016 auf einen CO2-Standard geeinigt, der für mehr Treibstoffeffizienz bei der Zertifizierung von Flugzeugen sorgen soll. Die Europäische Kommission begrüßte in einer ersten Stellungnahme vom 09.02.2016 den jetzt festgelegten CO2-Standard als einen wichtigen Schritt, um die Emissionen im Luftverkehr zu senken.

Grenzwerte abhängig von Flugzeuggewicht und -typ

Wie die Kommission meldet, soll der Umfang und der Zeitpunkt für die Anwendung der neuen Grenzwerte vom Gewicht der Flugzeuge abhängen und davon, ob es sich um einen neuen Flugzeugtyp handelt oder ob sich das Flugzeug bereits in der Produktion befindet. Für große neue Flugzeugtypen sei ein sehr ehrgeiziger Standard vereinbart worden, um Anreize für eine größere Kraftstoffeffizienz künftiger Flugzeugflotten zu schaffen. Für solche Flugzeugtypen solle die Norm ab 2020 gelten. Bis 2028 müssten auch die bestehenden Flugzeugtypen den neuen Standard einhalten. Im Zeitraum bis 2040 könnte der CO2-Standard helfen, bis zu 650 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, so die Kommission.

Verhandlungen nach sechs Jahren abgeschlossen

EU-Kommissarin für Verkehr Violeta Bulc betonte, eine ehrgeizige Klimapolitik sei ein integraler Bestandteil des Plans der Kommission, eine Energieunion zu schaffen und eine Priorität der neuen EU-Luftfahrtstrategie. Die Europäische Union habe eine zentrale Rolle in den Verhandlungen gespielt. Mit der Vereinbarung werden nach Angaben der Kommission sechsjährige internationale Verhandlungen abgeschlossen. Im September 2016 werde diese in die 39. ICAO-Versammlung eingebracht und voraussichtlich formell vom ICAO-Rat im Frühjahr 2017 verabschiedet.