Richterin setzt Trumps Briefwahl-Regeln vorerst wieder aus

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Richterin setzt Trumps Briefwahl-Regeln vorerst wieder aus. beck-aktuell, 28.08.2026 (abgerufen am: 28.08.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/204741)
Kurz vor der Kongresswahl will US-Präsident Donald Trump die Briefwahl neu regeln. Eine Richterin hält das für verfassungswidrig und schiebt dem einen Riegel vor - zumindest vorerst.
Gut zwei Monate vor den US-Parlamentswahlen hat eine Richterin die von Präsident Donald Trump verschärften Regeln für die Briefwahl vorerst auf Eis gelegt. Der Erlass des Präsidenten sei "eine wahrscheinlich verfassungswidrige Regelung, deren Einhaltung im Hinblick auf die Zwischenwahlen 2026 praktisch unmöglich ist", schrieb die Richterin in ihrer einstweiligen Verfügung. Trumps Pläne könnten allein deshalb nicht umgesetzt werden, weil die ersten Bundesstaaten bereits kommende Woche mit der Briefwahl beginnen würden.
Die neuen Regeln sehen im Kern vor, dass die US-Post USPS eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Briefwahl einnimmt. Bundesstaaten sollen der Post etwa das Design ihrer Umschläge für die Briefwahl zur Genehmigung vorlegen. Zudem soll die Post die Wahlunterlagen nur an Bürgerinnen und Bürger ausliefern, die in einem von den Bundesstaaten übermittelten Wählerverzeichnis geführt sind.
Die Bundesrichterin Indira Talwani hatte Trumps Pläne schon einmal gestoppt, ehe ihre Anordnung am Montag vom Obersten Gerichtshof aufgehoben wurde. Die Richterinnen und Richter am Supreme Court begründeten das allerdings mit Verfahrensfehlern und nicht mit rechtlichen Argumenten. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Trump-Regierung auch die neue Anordnung Talwanis anfechten wird.
Richterin blockiert Regeln bereits zum zweiten Mal
Republikanerinnen und Republikaner verteidigen die Pläne mit dem Argument, damit angeblichen Wahlbetrug zu verhindern. Kritikerinnen und Kritiker vermuten als Motiv, Trump wolle damit die Stimmabgabe per Briefwahl erschweren. Demokratische Wählerinnen und Wähler stimmen meist häufiger per Post ab als Republikanerinnen und Republikaner.
Am 3. November wird bei den "Midterms" etwa ein Drittel des Senats und das komplette Repräsentantenhaus neu gewählt. Wegen der knappen Mehrheit der Republikaner in beiden Parlamentskammern könnte jedes einzelne Mandat darüber entscheiden, wer am Ende die Macht im Kongress hat. Sollten die Republikaner ihre Mehrheit in einer Kammer verlieren - oder gar in beiden - wäre es für Trump deutlich schwieriger, seine politischen Vorhaben umzusetzen.
- Redaktion beck-aktuell, sst
- dpa
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Richterin setzt Trumps Briefwahl-Regeln vorerst wieder aus. beck-aktuell, 28.08.2026 (abgerufen am: 28.08.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/204741)


