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Horrorhaus von Soest

Geständnisse, ein Entlasteter und neue Vorwürfe

Mit einem Strick zusammengebundene Hände einer Frau vor dunklem Hintergrund
Ein Rechtsgespräch der Prozessbeteiligten führte zu neuen Erkenntnissen © fotoak80 / Adobe Stock

Eine Frau soll über Monate hinweg misshandelt und vergewaltigt worden sein - zwei Männer und zwei Teenager stehen in Arnsberg vor Gericht. Nun gibt es Geständnisse, aber auch eine Entlastung.

Im Fall um eine über Monate hinweg gequälte Frau im "Horrorhaus von Soest" gibt es Geständnisse. Der Hauptangeklagte (29) ließ von seinem Verteidiger vor dem LG Arnsberg erklären: "Grundsätzlich räumt mein Mandant ein, dass er sich an einer Vielzahl von Taten beteiligt hat." Angeklagt sind zwei Männer und zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren.

Ihnen wird unter anderem Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Sie sollen ihr Opfer 2025 in unterschiedlicher Tatbeteiligung in einem Wohnhaus in Soest in Westfalen erniedrigt und misshandelt haben.

Überraschende Wendung

Überraschend stellten sich aber die Vorwürfe gegen den 17-Jährigen nun laut Staatsanwaltschaft als nicht mehr gerechtfertigt heraus. Das schilderte der Vorsitzende Richter Marc Gährken bei der zweiten Verhandlung am Montag als ein Ergebnis eines zuvor nicht-öffentlich geführten Rechtsgesprächs mit allen Prozessbeteiligten. Es gebe neue Beweismittel zu seinen Gunsten.

Der Verteidiger des 25-Jährigen - wie der 29-Jährige sitzt auch er in Untersuchungshaft - hatte in dem internen Rechtsgespräch ebenfalls ein Geständnis angekündigt, berichtete der Richter. Ihm wird vor allem Vergewaltigung vorgeworfen.

Das Opfer - eine wohnungslose Frau - war laut Anklage immer wieder ins Reihenhaus des 29-Jährigen gelockt worden. Sie war Anfang November nach dem Hinweis eines Anwohners befreit worden - zu dem Zeitpunkt war sie bei massiver Kälte fast nackt an einen Terrassenbalken gekettet gewesen. Auch diese Tat gestand der 29-Jährige nun. Da gegen ihn weitere Beweise auftauchten, plant die Staatsanwaltschaft eine weitere Anklage gegen den 29-Jährigen. In dem Fall werde sein Verfahren wohl abgetrennt, hieß es am Montag.

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