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Hamburg

Opfer der NS-Militärjustiz mit Denkmal geehrt

Schüler entlasten Jugendrichter

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ehrt Hamburg Deserteure und die anderen Opfer der NS-Militärjustiz mit einem Denkmal. Das Werk des Bildhauers Volker Lang steht seit dem 24.11.2015 zwischen Stephansplatz und Dammtor. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sagte, das Umdenken sei spät gekommen, "beschämend spät".

Hamburg war ein Zentrum der NS-Militärjustiz

Auf dem Denkmal sind 227 Opfer verewigt. Der 93 Jahre alte Ludwig Baumann, der als Wehrmachtsdeserteur knapp der Hinrichtung entgangen war, sprach von 23.000 vollstreckten Todesurteilen. Kein einziger Richter sei später verurteilt worden. Hamburg galt als ein Zentrum der NS-Militärjustiz.