Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt
Griechenland

Mit 10.000 Datensätzen aus Deutschland gegen griechische Steuersünder

Schutz des Anwaltsberufs

Griechenland will ab dem 30.11.2015 mit der Überprüfung von mehr als 10.000 Datensätzen beginnen, die Nordrhein-Westfalen zur Verfolgung von Steuerhinterziehung nach Athen übermittelt hat. "Diese Daten werden nicht drei Jahre in der Schublade liegen, so wie die Lagarde-Liste", sagte der stellvertretende griechische Finanzminister Tryfon Alexiadis Medienberichten zufolge am 25.11.2015 im griechischen Parlament.

Alexiadis: Harter Schlag für Steuerhinterzieher

Er bezog sich damit auf die sogenannte "Lagarde-Liste" mit den Namen zahlreicher Griechen, die Konten mit großen Vermögen im Ausland hatten. Die Liste wurde 2010 von der damaligen französischen Finanzministerin Christine Lagarde an Griechenland übergeben. "Diese Daten werden von unseren zuständigen Behörden, aber auch mit deutscher Unterstützung überprüft. Es wird ein harter Schlag gegen die Steuerhinterziehung“, versprach Alexiadis. Es geht dem Politiker zufolge um 10.588 Griechen, die in den Jahren 2006 und 2008 Einlagen von insgesamt rund 6,8 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet 6,3 Milliarden Euro) bei einer Schweizer Bank hatten.