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Bewerbung

Mehr Artikel zu diesem Tag

Anrede als "Herr" reicht nicht für AGG-Entschädigung
ArbG Berlin weist Klage ab

Anrede als "Herr" reicht nicht für AGG-Entschädigung

Eine nicht-binäre Person im Bewerbungsverfahren als "Herr" zu adressieren, könnte für ein Unternehmen nach hinten losgehen. Aber nicht, wenn es der Person von vornherein nur auf eine Entschädigung ankam, meint das ArbG Berlin.

Vielkläger ist noch kein AGG-Hopper
"Sekretärin"-Stellenanzeige diskriminiert

Vielkläger ist noch kein AGG-Hopper

Eine oberflächliche Bewerbung, fast 200 km Distanz zur Arbeitsstelle und mehrere Diskriminierungsverfahren im gesamten Bundegebiet. All das macht einen Bewerber, der sich auf eine Stellenausschreibung als "Sekretärin" beworben hatte, noch nicht zum AGG-Hopper. Das LAG Hessen sieht kein Geschäftsmodell.

Ankreuzbeurteilung reicht nicht aus
Mittelmäßige Noten für Lehrer

Ankreuzbeurteilung reicht nicht aus

In "Unterricht" und "Soziale Kompetenz" bekam ein Bewerber für eine Oberstudienratsstelle nur die Note 3. Auch auf Nachfrage verwies sein Dienstherr bloß auf seine Ankreuzbeurteilung. Das war zu wenig, meint das OVG Münster; die Stelle darf nun erst mal nicht besetzt werden.

Bewerber benannte Schwerbehinderung nur in Anlage
Keine AGG-Entschädigung

Bewerber benannte Schwerbehinderung nur in Anlage

Anstatt in seinem 16-seitigen Lebenslauf lud ein Bewerber den Nachweis für seine Schwerbehinderung ausschließlich in einer Anlage "Cover Letter" hoch. Das musste der Arbeitgeber nicht erkennen und haftet deshalb laut ArbG Mannheim auch nicht auf Entschädigung nach dem AGG.

Kanzlei testet erstmals KI im Bewerbungsprozess
Vorstellungsgespräch mit Chatbot

Kanzlei testet erstmals KI im Bewerbungsprozess

Die Kanzlei Mishcon de Reya aus Großbritannien hat dieses Jahr zum ersten Mal einen KI-basierten Chatbot im Bewerbungsprozess genutzt. Die Reaktionen der Bewerberinnen und Bewerber sind gemischt.

Muslima zu Recht als Richterin abgelehnt
Kopftuch in der Verhandlung

Muslima zu Recht als Richterin abgelehnt

Eine Rechtsanwältin muslimischen Glaubens bewarb sich um eine Stelle als Richterin. Ihr Kopftuch wollte sie in mündlichen Verhandlungen anbehalten, weswegen das Justizministerium Hessen ihre Einstellung ablehnte. Die Frau klagte – Recht bekam sie aber nicht.

Computergestützter Polizei-Auswahltest war rechtswidrig
Zu intransparent

Computergestützter Polizei-Auswahltest war rechtswidrig

Bei der Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern für öffentliche Ämter sind strikte Regeln einzuhalten – auch in Sachen Transparenz. Ein digitaler "Selbsteinschätzungstest" für den Polizeivollzugsdienst wurde dem nicht gerecht, sagte das VG Karlsruhe.

Gegoogelter Bewerber bekommt keinen höheren Schadensersatz
Es bleibt bei 1.000 Euro

Gegoogelter Bewerber bekommt keinen höheren Schadensersatz

Weil die Universität Düsseldorf seine Vorstrafe "ergoogelt" hatte, verlangte ein Volljurist wegen eines Datenschutzverstoßes im Bewerbungsprozess eine Entschädigung. Das BAG bestätigte: Es bleibt beim bereits zugesprochenen Betrag. 

Die "Schmach" der verlorenen Gehaltsverhandlungen
Xing-Nachricht an den Falschen

Die "Schmach" der verlorenen Gehaltsverhandlungen

Die Personalerin einer Bank wollte einem Bewerber mitteilen, dass man seine Gehaltswünsche nicht erfüllen werde – dumm nur, dass sie an den Falschen schrieb. Was daraus rechtlich folgt, musste nun der EuGH klären.

Schadensersatz fällig? Gelöschte Bewerbungsunterlagen führten zu "emotionalem Ungemach"

Schadensersatz fällig? Gelöschte Bewerbungsunterlagen führten zu "emotionalem Ungemach"

Ein Unternehmen löscht alle Bewerbungsunterlagen "gemäß den Vorgaben der DS-GVO". Ein Bewerber fühlt sich damit unwohl, weil er keine Auskunft darüber erhielt, was zuvor mit seinen Daten gemacht worden war. Die Frage, ob das für einen Schadensersatzanspruch reicht, zieht sich inzwischen bis zum EuGH.