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Gewerbesteuer / Grundsteuer

Krefeld benachteiligt tatsächliche Wohnnutzung
Hebesatz zur Grundsteuer

Krefeld benachteiligt tatsächliche Wohnnutzung

Glück gehabt: Weil die unterschiedlichen Hebesätze, die in Krefeld für Wohn- und Nichtwohngrundstücke gelten, gleichheitswidrig sind, muss eine Grundstückseigentümerin eine Grundsteuerforderung von knapp 3.000 Euro nicht begleichen.

Niedersachsens Flächen-Lage-Modell ist verfassungsgemäß
Neue Grundsteuer

Niedersachsens Flächen-Lage-Modell ist verfassungsgemäß

Das Niedersächsische FG hält das landeseigene Grundsteuergesetz für vereinbar mit dem Grundgesetz. In einem Musterverfahren wies es die Klage einer Gewerbeimmobilien-Eigentümerin ab.

Bodenwert ist Grundstückswert
BFH billigt Grundsteuermodell

Bodenwert ist Grundstückswert

Das baden-württembergische Grundsteuermodell verstößt nicht gegen das Grundgesetz, meint der BFH. Der Senat hält den reinen Bodenwertansatz für zulässig und sieht auch keine Gleichheitsverstöße. Weitere Verfahren zu anderen Ländern stehen noch aus.

Höhere Grundsteuer rechtens
Grundstück ohne Wohnbebauung

Höhere Grundsteuer rechtens

Dass Nichtwohngrundstücke mit einer höheren Grundsteuer belastet werden als Wohngrundstücke, hält das FG Berlin-Brandenburg für gerechtfertigt – schließlich gehe es darum, bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Aber was ist, wenn eine Wohnbebauung geplant ist?

Reform der Grundsteuer war gerecht
BFH findet

Reform der Grundsteuer war gerecht

Die Reform der Grundsteuer, wie sie in den meisten Bundesländern praktiziert wird, ist verfassungsgemäß. Das meint jedenfalls der BFH, wie er heute bekannt gegeben hat. Das letzte Wort wird trotzdem das BVerfG haben.

Kein Rabatt für Wohngrundstücke
Hebesätze für Grundsteuer

Kein Rabatt für Wohngrundstücke

Die Städte Bochum, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen haben höhere Grundsteuerhebesätze für Nichtwohngrundstücke festgelegt. Das soll die Wohnnebenkosten auf einem niedrigen Niveau halten. Einen Verstoß gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Steuergerechtigkeit nennt es das VG Gelsenkirchen.

Finanzamt muss für Verkehrswertgutachten löhnen
Grundstück überbewertet

Finanzamt muss für Verkehrswertgutachten löhnen

Ein Mann meint, das Finanzamt habe sein Grundstück für Zwecke der Grundsteuer mit einem zu hohen Wert angesetzt. Im Gerichtsverfahren legt er ein Verkehrswertgutachten vor, das dies bestätigt. Die Kosten für das erledigte Verfahren – einschließlich des Gutachtens – muss laut FG Baden-Württemberg das Finanzamt tragen.

Ist die Grundsteuerreform verfassungswidrig? Der BFH prüft, urteilt aber später

Ist die Grundsteuerreform verfassungswidrig? Der BFH prüft, urteilt aber später

Die Reform der Grundsteuer ist viele Immobilieneigentümer teurer zu stehen gekommen, als die Politik versprochen hatte. Weil die Abgabe als Nebenkosten auf sie umgelegt werden kann, sind auch die meisten Mieter betroffen. Der BFH prüft nun die Verfassungsmäßigkeit der Reform.

Golfplatz wird als Acker besteuert
Neue Nutzung, alte Besteuerung

Golfplatz wird als Acker besteuert

Früher Feld, heute Golfplatz: Für die neue Nutzung wird ein spezieller Bodenrichtwert gerade erst ermittelt. Bis dahin darf die Finanzbehörde für die Grundsteuer nicht auf den gesetzlichen Auffangwert zurückzugreifen, sondern muss den Wert für die frühere landwirtschaftliche Nutzung nehmen.

Grüne wollen Immobilienverkauf stärker besteuern

Grüne wollen Immobilienverkauf stärker besteuern

Mehr Geld für die marode Staatskasse – das wollen die Grünen durch den Wegfall von Steuerbegünstigungen im Immobilienbereich erreichen. An den Kragen gehen soll es unter anderem der Spekulationsfrist.

Kein gewerblicher Grundstückshandel nach Tod des Gesellschafters
Ausnahme von der Regel

Kein gewerblicher Grundstückshandel nach Tod des Gesellschafters

Nachdem der Gesellschafter einer GmbH verstorben war, verkaufte sein Kom­pa­g­non mehrere Immobilien. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um gewerblichen Grundstückshandel, hat der BFH bestätigt. Es komme auf den Einzelfall an.

Wann beginnt die Gewerbesteuerpflicht?
Ein-Objekt-Personengesellschaft

Wann beginnt die Gewerbesteuerpflicht?

Genügt es bereits, den Bau einer Immobilie zu planen und Verträge mit Bauunternehmen zu schließen, um eine Gewerbesteuerpflicht zu begründen? Der BFH sagt nein und stellt klar: Die gewerbesteuerliche Betrachtung habe sich an der tatsächlichen Tätigkeit der Gesellschaft zu orientieren.

Vollziehung wird nicht ausgesetzt
Grundsteuerwertbescheid

Vollziehung wird nicht ausgesetzt

Das FG Baden-Württemberg hat einem Eigentümer, der die neuen baden-württembergischen Bewertungsregelungen für verfassungswidrig hält, Eilrechtsschutz gegen seinen Grundsteuerwertbescheid versagt. Es fehle an einem berechtigten Aussetzungsinteresse, es bestünden aber auch keine verfassungsrechtlichen Zweifel.

Kein Eilrechtsschutz gegen Grundsteuerwertbescheid

Kein Eilrechtsschutz gegen Grundsteuerwertbescheid

Ein Eigentümer beantragte die Aussetzung der Vollziehung eines Grundsteuerwertbescheids, weil die neuen Bewertungsvorschriften verfassungswidrig seien. Der Antrag scheiterte beim FG Berlin-Brandenburg schon deshalb, weil es an einem besonderen Aussetzungsinteresse fehlte. 

Rechtsmittel gegen Grundsteuerbescheid? Besser spät als nie

Rechtsmittel gegen Grundsteuerbescheid? Besser spät als nie

Viele Grundstückseigentümer erhalten derzeit Grundsteuerbescheide. Die Reform soll insgesamt aufkommensneutral ausfallen, doch einzelne Grundstückseigentümer stehen vor drastischen Erhöhungen. Warum Rechtsmittel selbst spät noch sinnvoll sein können, erklären Andreas Klaus und Jonathan Storz.

Auch bei Dienstleistern gewerbesteuerlich hinzurechenbar
Mieten für Werbeträger

Auch bei Dienstleistern gewerbesteuerlich hinzurechenbar

Laut BFH ist eine gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Aufwendungen für die Anmietung von Werbeträgern auch bei einem Dienstleistungsunternehmen möglich, wenn die Werbeträger bei unterstelltem Eigentum zu dessen Anlagevermögen gehören würden. 

Weiteres FG bestätigt Bundesmodell
Neue Grundsteuer

Weiteres FG bestätigt Bundesmodell

Bei der Neuregelung der Grundsteuer immer wieder im Fokus: das Bundesmodell, das in den meisten Bundesländern angewendet wird, so auch in Berlin und Brandenburg. Das dortige FG hält es für verfassungsgemäß – und bewegt sich damit auf einer Linie mit den FG in Sachsen und NRW.

Immer mehr Kommunen wählen hohe Grundsteuer-Hebesätze
Studie

Immer mehr Kommunen wählen hohe Grundsteuer-Hebesätze

Städte und Gemeinden greifen bei der Grundsteuer immer tiefer in die Taschen der Bürger. Im vergangenen Jahr hatten 53% der Kommunen einen Hebesatz von 400 oder mehr. Zum Vergleich: 2005 fielen nur 5% Prozent in diese Hochsteuergruppe.

Keine erweiterte Kürzung im Organkreis beim Weitervermietungsmodell

Keine erweiterte Kürzung im Organkreis beim Weitervermietungsmodell

Einem Grundstücksunternehmen, das als Organgesellschaft alle Grundstücke an eine andere Organgesellschaft derselben Organschaft verpachtet, ist die erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung laut BFH auch dann zu versagen, wenn die pachtende Gesellschaft den Grundbesitz an Dritte außerhalb des Organkreises weitervermietet.

Musterklage zur Grundsteuer-Bewertung bestätigt Bundesmodell

Musterklage zur Grundsteuer-Bewertung bestätigt Bundesmodell

Hält die neue Berechnung der Grundsteuer für Immobilien der kritischen Prüfung durch die Finanzgerichte stand? Eine Musterklage gegen das sogenannte Bundesmodell wurde jetzt vom FG Köln abgewiesen.

Neue Höfeordnung kommt
Nach Einheitswert-Urteil

Neue Höfeordnung kommt

Die Höfeordnung regelt, wie erbrechtlich mit einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb verfahren wird, insbesondere wie hoch die Abfindungen der weichenden Erben ist. Nachdem die Berechnung ab Januar 2025 nicht mehr über die Einheitswertbestimmung erfolgen kann, soll die Höfeordnung geändert werden.

Gewerbeverlust bleibt GmbH trotz veräußerten Geschäftsfeldes erhalten
Nach Anwachsung

Gewerbeverlust bleibt GmbH trotz veräußerten Geschäftsfeldes erhalten

Eine Kapitalgesellschaft übernimmt von einer Personengesellschaft durch Anwachsung einen Gewerbeverlust und veräußert den verlustverursachenden Geschäftsbereich später weiter. Entfällt dann der Gewerbeverlust? Nein, entscheidet der BFH.

Keine Aussetzung wegen verfassungsrechtlicher Zweifel
Grundsteuerwert

Keine Aussetzung wegen verfassungsrechtlicher Zweifel

Das Argument, die neuen Bewertungsvorschriften für den Grundbesitz seien verfassungswidrig, kann der Vollziehung eines Bescheides zur Feststellung des Grundsteuerwerts nicht entgegengehalten werden. Das öffentliche Interesse an einer geordneten Haushaltsführung gehe vor, so das FG Düsseldorf in einem Eilverfahren.

Bund will Grundsteuer-Gesetz nicht ändern
Trotz Länderkritik

Bund will Grundsteuer-Gesetz nicht ändern

Der Bund will trotz lauter Forderungen aus den Bundesländern an den Regeln für die neue Grundsteuer festhalten. Das Gesetz gebe den Ländern genügend Spielraum, die Steuerberechnung selbst an regionale Bedürfnisse anzupassen, argumentiert Finanzminister Christian Lindner (FDP).

Länder fordern Lösung gegen Ungleichgewicht bei neuer Grundsteuer

Länder fordern Lösung gegen Ungleichgewicht bei neuer Grundsteuer

In vielen großen Städten zeichnet sich bereits vor Inkrafttreten der neuen Grundsteuer eine Schieflage zulasten von Wohneigentümern ab – jetzt ringen die Bundesländer um eine Lösung. Die könnte in einer gesetzlichen Öffnungsklausel zur umstrittenen Reform liegen, meint NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU).