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LG Nürnberg-Fürth verurteilt Trickbetrügerinnen zu fast vier Jahren Haft

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Mit einer wirren Geschichte um einen Fluch haben sie mindestens 70.000 Euro von ihren leichtgläubigen Opfern ergaunert: Nun wurden zwei Trickbetrügerinnen zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt - wegen Betrugs und Diebstahls, wie das Landgericht Nürnberg-Fürth am 29.02.2016 entschied.

"Fluch"-Bannen gegen Geld

Die 48 und 53 Jahre alten Frauen, die seit August 2015 in Untersuchungshaft saßen, hatten die Vorwürfe bereits zu Prozessbeginn weitgehend eingeräumt. Ihre Masche: Zwischen 2011 bis 2015 sprachen die beiden Weißrussinnen in zahlreichen Städten - zum Beispiel in Wilhelmshaven, Kassel, Augsburg, Bayreuth, Nürnberg und Stuttgart - Frauen an, immer Landsleute. Ihnen erzählten die Betrügerinnen, auf ihnen liege ein Fluch. Um den angeblichen Bann zu lösen, sollten die Frauen ihnen Geld geben - in einem Fall waren das mehr als 40.000 Euro.

Rituale und wertlose Papierschnipsel für die Opfer

Die Verurteilten führten zur Ablenkung allerlei Rituale durch und gaben ihren Opfern am Schluss Bündel mit wertlosen Papierschnipseln zurück. Das Geld nahmen sie mit. Die wertlosen Päckchen sollten ihre Opfer mehrere Tage unter ihrer Matratze liegen lassen. Einer Frau riss eine der Betrügerinnen ein Haar aus, gab es ihr und wies sie an, über drei Ampeln zu gehen und das Haar dann wegzuwerfen, ohne sich umzudrehen. In der Zwischenzeit waren die Angeklagten verschwunden.

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