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Kenias Präsident ändert Todesurteile in lebenslänglich

Vollzeit mit der Brechstange?

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta hat alle 2.747 Todesurteile in dem ostafrikanischen Land in lebenslängliche Haftstrafen umgewandelt. Zudem begnadigte er 102 langjährige Gefängnisinsassen. Das teilte sein Büro am 24.10.2016  mit. Die Todesstrafe durch Erhängen wurde in Kenia seit 1987 nicht mehr vollzogen.

Präsident begründet Entscheidung mit überfüllten Gefängnissen

Diese Entscheidung bringe Kenia "der wachsenden Gemeinschaft von Staaten näher, die diese grausame und unmenschliche Form der Bestrafung abgeschafft haben", sagte die Vorsitzende des Regionalbüros der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Muthoni Wanyeki. Vergangene Woche hatte Kenyatta die Entlassung von 7.000 Häftlingen angekündigt. Dadurch solle in den ohnehin überfüllten Gefängnissen Platz für Straftäter schwerer Korruptionsverbrechen geschaffen werden, begründete der Präsident die Entscheidung. Nach Angaben des kenianischen Innenministeriums befinden sich rund 56.000 Häftlinge in 118 Gefängnissen. Etwa 21.000 warten auf ein Gerichtsurteil. Die vorgesehene Kapazität der Haftanstalten sei damit um mehr als das Doppelte überschritten.